Von der Praktikantin zur CFO des Jahres: Emese Weissenbacher über den Weg an die Spitze eines Weltkonzerns

Shownotes

Als Ungarin in Rumänien geboren, mit 22 aus dem totalitären Regime geflüchtet, in Deutschland BWL studiert und 1994 als Praktikantin bei MANN+HUMMEL eingestiegen: Emese Weissenbacher hat beim Weltmarktführer für Filtration eine Bilderbuchkarriere hingelegt – vom Controlling über zehn Jahre als CFO (CFO des Jahres 2022) bis zurück in die operative Verantwortung als COO.

MANN+HUMMEL steht für rund 4 Milliarden Euro Umsatz, 22.000 Beschäftigte und 80 Standorte weltweit. Die Kernkompetenz, wie Emese es nennt: das Nützliche vom Schädlichen trennen – Schadstoffe aus Flüssigkeiten, Luft und Gasen filtern.

In dieser Folge von Debugged zeigt sie, wie man einen Hidden Champion umbaut, dessen Kerngeschäft – die Filtration rund ums Automobil – durch E-Mobilität unter Druck gerät. Sie spricht offen über die Wette auf das neue Standbein Life Science & Environment, das bislang erst rund 10 Prozent des Umsatzes ausmacht und darüber, warum diese Transformation länger dauert als geplant: Aus der Automobilwelt kommend, in der die Kunden die Märkte vorgaben, musste MANN+HUMMEL erst lernen, Märkte selbst zu entwickeln, schneller mit unzureichenden Informationen zu entscheiden und sich von der eigenen Zero-Defect-Kultur zu lösen. Dazu die harten Rahmenbedingungen: stagnierende Märkte, Geopolitik und Kostensteigerungen (Stichwort Iran-Krieg), die sich kaum noch an die Kunden weitergeben lassen.

Wie ändert man ein Mindset von „Wir haben die beste technische Lösung" hin zu „Wir verlieben uns erst in das Problem des Kunden"? Warum ist Kultur für sie die schwierigste Führungsaufgabe überhaupt – „Culture eats strategy for breakfast"? Und was heißt echtes Empowerment, wenn eine Organisation noch mit Richtlinien statt mit Guidance geführt wird? Emese erklärt, warum Disziplin für sie kein Modewort ist, sondern das, was sie vom Leistungssport im totalitären Rumänien bis an die Konzernspitze getragen hat – und warum sie sich in Meetings bis heute bewusst zurücknehmen muss, um als Letzte zu sprechen.

Viel Spaß mit der Folge! Produziert von Podstars by OMR.

Transkript anzeigen

00:00:00: Du wirst vergessen.

00:00:01: Jeder ist ersetzbar und ich glaube, das ist gut so.

00:00:03: Die, die nach dir kommen, müssen nach vorne gucken.

00:00:07: Alle, die auf dieser Ebene sind haben ein sehr starkes Ego.

00:00:12: Du solltest als Letzter sprechen bevor du dich äußerst.

00:00:16: Ich bin auch keine Ausnahme!

00:00:22: Gut dann fange ich erstmal an unser herzliches Hallo zu dir Emeshe und willkommen wie wir zuhören bei unserem Debug Podcast.

00:00:29: Das ist mir wirklich eine persönliche große Freude, dich ämische Weißenbacher heute hier zu haben.

00:00:36: Seit letztem Jahr COO wieder vorher zehn Jahre CFO und davor schon ich glaube elf Jahre in operativer Ergebnis Verantwortung für diverse Division Bereiche davor im Controlling.

00:00:52: also bist du schon lange bei Mann und Hummel.

00:00:54: Wie immer bei Deepwakt interessiert uns, mit wem haben wir es da zu tun.

00:00:58: Gucken so ein bisschen was macht der Weltmarktführer eigentlich?

00:01:01: Mann und Hummel im Filtration Bereich?

00:01:04: Wie verdient ihr euer Geld?

00:01:05: Was ist eure Strategie?

00:01:07: Eure Kultur?

00:01:08: Was passiert auch so im Umfeld?

00:01:11: Vielleicht Emische wenn du einfach den Sprung direkt mal erlaubst das mich natürlich einfach per se fasziniert ist dein... Dein Lebenslauf, deine Geschichte.

00:01:20: Wenn man hinter diese Geschichte blickt und du bist gebürtige Ungerin, bist aber in Rumänien aufgewachsen bis mit achtzehn aus dem damaligen totalitären Rumänian geflüchtet dann studiert in Deutschland bei Mann und Hummel tatsächlich Praktikum glaube ich auch gemacht.

00:01:35: Und dann habe ja gerade skizziert was da so passiert ist fast eine Bilderbuch-Karriere.

00:01:39: Da können wir bestimmt auch nochmal darüber reden.

00:01:41: und war das immer so gedacht geplant?

00:01:43: Was können andere da vielleicht von lernen?

00:01:47: hast du etwas, wo du sagen würdest es gibt aus dieser zeit auch in rumänien totalitäres regime etwas noch bei dir was dir ja auch heute noch etwas aus dieser Zeit bringt bedeutet was du vielleicht auch im management dort Ja als soziale prägung mit dir umträgt wofür du dankbar bist?

00:02:09: kannst du da irgendwie was mit anfangen?

00:02:11: weißt du was ich mein?

00:02:13: Klar, aber zuerst mal vielen herzlichen Dank für die Einladung Matthias.

00:02:18: Sehr sehr gerne!

00:02:19: Ich freue mich auch sehr auf unser Gespräch.

00:02:24: Auch besonders dass ich die Gelegenheit habe das mit dir zu machen weil wir uns gut kennen und ich glaube da fühle ich mich dann auch wohl.

00:02:36: Ja also zu deiner Frage.

00:02:38: by the way Ich war nur, ich war Zweiundzwanzig als ich aus Rumänien geflogen bin.

00:02:46: Nicht Aktzehn und ich war schon verheiratet.

00:02:50: Deswegen sage ich also ... Ich war auch nicht alleine und eine gewisse Reife gerade hatte ich doch.

00:02:57: Wollte ich wenn ich zurückdenke und meine Kinder so was machen würden mit zweiundzwzig oder hätten gemacht mit zwanzig?

00:03:06: wahrscheinlich wäre ich auch nichts so der Geister hat gewesen, als meine Eltern auch nicht waren.

00:03:15: Also was hat mich geprägt oder was habe ich immer noch aus dieser Zeit?

00:03:21: Oder wofür bin ich dankbar?

00:03:22: Das ist eigentlich vieles weil in diesen ersten Jahren deines Lebens wird du am meisten geprägt und Ich glaube, ich wurde von zu Hause sehr gut ausgestattet.

00:03:42: Meine erziehung in der Familie das Wertesystem Liebe zum Menschen und zur Arbeit sowie der Anspruch immer mein Bestes zu geben mich weiterzuentwickeln Und mehr zu erreichen als meine Vorfahren Das ist das Geerbste für mögen den ich, glaube ich immer, immer bewahre.

00:04:13: Und dieses Vermögen muss sich immer vermehren.

00:04:20: Also das war so ein Grundsatz was mir mitgegeben wurde und natürlich durch meine Eltern aber auch durch meine Schule Offenheit, Neugier, Zuversicht, Lebensfreude vorgelegt bekommen.

00:04:44: Und es wurde mir auch mitgegeben.

00:04:47: auf der anderen Seite sicherlich du bringst mit einer Persönlichkeit einiges mit und ich glaube Ich bin ein optimistischer Mensch Ein Zuversichtlich.

00:04:59: Ich glaub immer, dass der nächste Tag etwas Gutes und etwas Besseres gibt.

00:05:05: Also wenn ich schlechte Tage habe dann ... ich schüttele mich und ich sage okay du darfst weinern für ein paar Minuten aber dann stehst du auf und bewegst du dich und gehst nach vorne.

00:05:22: Und in der Schule Der Leistungsanspruch war sehr hoch.

00:05:31: Wir wurden nicht gelobt für eine durchschnittliche Note, wir wurden nur gelobт wenn die besten waren und das hat mit natürlich geprägt immer mein Bestes zu tun.

00:05:49: also ich habe auch wahrscheinlich ... Ich hatte diesen Ehrgeiz immer gehabt, die Beste zu sein.

00:05:55: Die extra Meilen zu gehen... Also es wurde viel Arbeit abverlangt schon auch in der Schule und das konntest du nur leisten wenn du sehr diszipliniert warst mit einer ausgeprägten Durchhalte vermögen.

00:06:16: Und ich habe gelernt dass können beginnt immer mit wollen.

00:06:21: Danke dir!

00:06:22: Also was mich gerade sehr mitgenommen hat und da kommen wir wahrscheinlich auch bei der Kultur von Mann und Hummel nochmal drauf ist, wie du sagst das die Liebe zu Menschen und die Liebe zur Arbeit.

00:06:37: Diese wie von dir jetzt am Ende erwähnte Disziplin, da ist ja die Frage.

00:06:41: Ist das kulturelle Prägung?

00:06:42: Ist es eher etwas was man entweder genetisch hat oder nicht?

00:06:45: also die Disziplinen Liebe zur Arbeit meine Frau also möge ich mir nachsehen kommt auch aus einem totalitären Regime und damals noch so wird Union Kasachstan Und die liebe zu menschen die bringt sie mehr als alles mit.

00:06:59: aber Liebe zur arbeit und disziplin in der arbeit dass es nicht ihre welt.

00:07:05: Und trotzdem, ich kann aus ihren Erzählungen nur widerspiegeln auch dieser wahnsinnige Leistungsdruck damals was ihr erzählt in der Schule.

00:07:12: Das ist kein Vergleich zu dem was ich hier in Deutschland in der Schule erlebt habe.

00:07:18: Trotzdem wie siehst du das?

00:07:20: Glaubst du dass Ehrgeizdisziplin ist das etwas was man vermittelt bekommt sozial, sei es Elternhausschule oder ist das Etwas wo du sagst das hat man halt entweder oder man hat's nicht.

00:07:33: Matthias, das sind wirklich gute Fragen und das könnten wir mir erweiten dann später für das Unternehmen.

00:07:43: Hat jemand ein strategisches Denken?

00:07:45: Also hat man Fähigkeit so ein strategisches Denken oder zu konzeptionellen Denken.

00:07:50: also jetzt zurück zur Disziplin.

00:07:54: Ja ich glaube es ist teilweise in dir Aber ich glaube schon, dass man zu einem gewissen Teil das auch lernen kann.

00:08:08: In der Schule habe ich erfahren, wenn man unterdurchschnittlich begabte Kinder oder auch durchschnittliche begabten Kinder in einer Klasse tut wo das Leistungsniveau hoch ist dann dieser Kinder entwickeln sich auch viel besser und stärker, als wären sie mit ihren Gleichgesinnten in einer Klasse.

00:08:34: Also ich glaube dass es gibt eine gewissen Zug oder gewisse Motivation die aus der Gruppe kommt.

00:08:44: also diese Gruppendynamik glaubt schon das seine positiven Einfluss hat was besonders jetzt was Disziplin und Leistung angeht.

00:08:55: Wenn du auf Disziplinen guckst, du sagst ja bis zu einem gewissen Grad kann man das auch lernen trainieren würde ich teilen.

00:09:02: wenn man mich fragt was Disziplin ist sage ich immer salopp näher disziplin ist das zu tun was was richtig ist und was zu tun ist obwohl du kein Bock hast.

00:09:10: also jetzt mal sehr salopp formuliert Wo musstest du dich dazu disziplinieren und das weiterüben?

00:09:19: Kannst du da ... Und ich spreche nicht deine Pünktlichkeit für Meetings an.

00:09:24: Das ist aber eins!

00:09:25: Vielleicht,

00:09:29: also wo musstest Du Dich dort entwickeln?

00:09:31: Hast Du irgendwelche Erinnerungen daran?

00:09:34: Und wie hast Du es gemacht?

00:09:35: Also was können Leute von Dir vielleicht in der Hinsicht lernen?

00:09:40: Wozu hattest Du vielleicht keinen Bock und hast gesagt nehm ich ja Da wird sich jetzt gezwungen und wie hast du es geschafft?

00:09:47: Also ich weiß nicht, ob das wirklich die Frage beantwortet.

00:09:52: Aber ich war Leistungssportlerin in der Schule.

00:09:55: Was hast du gemacht?

00:09:56: Basketball gespielt!

00:09:58: In den Ostbrokerländer also wenn das sind in Rumänien, du könntest entweder Leistungssportlerin sein oder gar nichts machen.

00:10:06: Und Leistungssport heißt, hieß es jeden Tag Training.

00:10:10: Also bevor du in die Schule gegangen bist dann während der Ferien waren immer Training Camps und meine Eltern und auch meine Schule haben mir immer gesagt ich tat das nun so lange machen solange ich auch gute Noten habe.

00:10:29: Das verlangt extrem viel Disziplin.

00:10:34: Natürlich ist es sehr oft schwer gefallen, mein Tag so einzutakten und das dann wirklich von Tag zu Tag durchzuhalten.

00:10:47: Dass ich für die Schule auch genug Zeit verwende um dann gute Noten zu bringen.

00:10:55: Das heißt in weniger Zeit musste ich viel intensiver, viel konzentrierter sein Und es waren Tage, wo ich einfach müde war oder wo ich wirklich keinen Bock drauf hatte.

00:11:09: Das waren dann solche Tage, in denen es wirklich nur die Disziplinen und wieder dieses Bewusstsein zu machen, was willst du?

00:11:18: Wieso willst du das?

00:11:22: Markt sind für deine Zukunft.

00:11:27: Nur wenn man gedanklich dieser Fragen abgehakt hatte und nochmal für sich klargemacht hat, nur dann ging es wieder.

00:11:36: Weil wie du sagst, Disziplin ist tatsächlich auch für mich ... Du magst konsequent oder du gehst dein Weg, auch wenn du in bestimmten Momenten wirklich keinen Bock drauf hast Und sonst, das ist auch heute so.

00:11:53: Also wenn ich besonders jetzt dieses erste halbe Jahr mehr anschaue dann war extrem intensiv.

00:12:02: also Ich habe jetzt dieses erstes halbjahr intensiver erlebt als die letzten jahren obwohl die letzten Jahren waren auch nicht langweilig und Ich mache regelmäßig auch bis heute Sport.

00:12:19: Das ist für mich ein Instrument, um wirklich zu entspannen und meinen Kopf freizumachen.

00:12:31: Aber dafür muss ich es egal wie spät ins Bett gehe späterstens um sechs aufstehen Und sicherlich sind Tage, wo ich das dann nach vier Stunden schlafe oder nach fünf Stunden Schlaf mache.

00:12:46: Ich sage nicht, dass ich zu hundert Prozent das durchhalte aber das das schaffe ich nur mit Durchdisziplinen.

00:12:57: Da stehe ich gut!

00:12:58: Ich könnte es nicht.

00:12:59: also ich muss meine sieben acht stunden schlafen und wie du weißt steht

00:13:03: auch

00:13:03: sehr sehr früh auf und das heißt aber dass ich häufig halb zehn, zehn im Bett bin.

00:13:11: Sagen wir mal, kommen wir bestimmt nachher noch drauf.

00:13:13: aber was macht dieses Halbjahr so intensiv wie nichts anderes?

00:13:17: Was du vorher erlebt hast und du hast ja schon weiß Gott viel Erfahrung und viel gesehen.

00:13:21: Was ist im Moment so besonders intensiv?

00:13:25: Der erste Punkt ist das hat schon mit diesem Jobwechsel.

00:13:30: Das ist tatsächlich so wenn du zehn Jahre etwas magst.

00:13:34: vieles ist Routine.

00:13:36: Also vieles magst du aus Erfahrung, du brauchst nicht so viel Vorbereitung für Meetings, du kennst deine Themen, du kannst vieles einschätzen, Auserfahrung, Meinungssagen bewerten.

00:13:53: und auch wenn ich einen langjährigen Operations Background habe oder Supply Chain also mehr Operations trotzdem nach zehn Jahren oder in den zehn Jahren die Welt hat sich tausendmal gedreht.

00:14:11: Prozesse haben sich entwickelt, die Produktionstechnologien, der Produktionssetup, Produktportfolio also alles was dazugehört, entwickelt sich und das erfordert für mich auch viel mehr Vorbereitung für viele Themen.

00:14:31: Lass mich die Frage wenn du erlaubst oder deine Ausführung dazu Einmal hängen an, dass wir einmal vorher darüber sprechen was Machtmann und Hummel überhaupt weil dann würde mich interessieren.

00:14:40: Ich sag die Frage jetzt schon damit ich es mir selber gut merken kann denn was mich dann interessiert ist warum tust du das noch mal an?

00:14:49: Aber vielleicht vorher... Was macht man mit Hummel?

00:14:52: Ihr seid alles andere als ein kleiner Laden.

00:14:54: ihr macht gut vier Milliarden Umsatz seit fast zwanzigtausend Mitarbeiter, seit Weltmarktführer im Filtrationsbereich.

00:15:01: habt Drei Schwerpunkte.

00:15:04: Hab das Transportgeschäft, also sprich hier filtert alles was so im Kfz zu filtern ist von Luftdraftstoff und so weiter und sofort.

00:15:14: ihr macht Life Science Environment wo es darum geht eben Wasser und Luft einfach zu reinigen.

00:15:19: da kommen wir bestimmt in der Strategie auch nochmal drauf was da die Wette ist eines gegen andere.

00:15:23: dann habt ihr noch das Membranthema.

00:15:27: Wenn du mal versuchen würdest wirklich in möglichst einfachen Worten zu beschreiben, hey womit verdient man und Hummel eigentlich sein Geld?

00:15:36: Kannst du für einen Lion das Versuchen auf den Punkt zu bringen.

00:15:40: Und wie organisiert ihr im Grunde auch so ein bisschen?

00:15:43: vielleicht eure Wertschöpfung?

00:15:45: produziert ihr überall auf der Welt?

00:15:47: wo sind die Produkte genutzt?

00:15:50: Einfach so ein ganz kleiner Einblick wenn dir das möglich ist.

00:15:54: Das wäre super

00:15:56: Gut.

00:15:56: unser Kern Kompetenz ist, das Nützliche von dem Schädlichen zu trennen.

00:16:11: Das beschreibt den Kern der Kerntechnologie-Filtration und wie separieren Schadstoffe?

00:16:27: von Flüssigkeiten, Luft und Gase.

00:16:33: Also das wird sehr einfach beschrieben.

00:16:37: Wenn ich jetzt

00:16:38: ein Alltagsmensch bin dann sage ich jetzt mal treffe ich euch einmal mindestens in zwei Bereichen wenn ich noch nicht komplett elektrisch fahre.

00:16:46: immer im Fahrzeug ist wahrscheinlich was von euch verbaut was im Grunde Luft oder Kraftstoffe oder Öle auch filtert.

00:16:53: Und ich sehe euch ja auch zunehmend in Gebäuden, gerade auch während- oder nach Coronazeit wo ihr dafür sorgt dass Luft beispielsweise gereinigt wird.

00:17:03: Wie ist eure Produktion so strukturiert?

00:17:07: Kannst du sagen, ihr habt zentrale Produktionsstandorte oder wird dort produziert wo eure Produkte gebraucht werden.

00:17:16: Kannst du da einen kleinen Einblick geben?

00:17:18: so wie viele Standorte habt ihr?

00:17:20: Wo arbeiten die Leute was sind so typische?

00:17:22: dann vielleicht auch Kunden in den jeweiligen Regionen einfach ein kleines Gefühl vielleicht dafür vermitteln.

00:17:27: Ja

00:17:28: sehr gerne.

00:17:29: also.

00:17:31: wir produzieren für das Land im Land, für die Region in der Region und das hat mit der Größe der Produkte zu tun.

00:17:42: Weil sie sind da echt voluminös.

00:17:46: auch wenn wir über ein BKW Luffilter sprechen Die Aussage ist zutreffend.

00:17:54: mehr für Erstausrüstung wenn wir nur rein über Filter-Elemente sprechen, was wir im Ersatzstallmarkt vertreiben.

00:18:09: Erstausrüstung

00:18:10: heißt praktisch der Hersteller

00:18:11: Pkw?

00:18:11: Wir liefern direkt an den Herstellern ans Band und die verbauen das gleich in das Fahrzeug oder in einem anderen Equipment.

00:18:23: Also so ein Luftfilter zum Beispiel hat auch ein Kunststoffgehäuse und das erfordert auch viel Platz in einer Kiste, in der das verpackt wird.

00:18:34: Und deswegen solche Produkte von Europa nach Südamerika oder nach Asien zu liefern macht nicht viel Sinn weil dann die Transportkosten sind höher als die Produktkosten.

00:18:51: Deswegen ist unser Ansatz die Märkte lokal zu bedienen Und das hat auch natürlich mit Kundenbedürfnisse zu tun.

00:19:01: Die sind schon regional in fast allen unserer Marktsegmenten, außer den Erstausrüstung BKW-Bereich, wo natürlich die Hersteller schon ihre Plattformen über die ganze Welt ... standardisiert haben und sie versuchen auch dann bestimmte Plattformen nur in bestimmten Regionen zu produzieren.

00:19:31: Also das ist grundsätzlich unser Produktionsstrategie, die haben achtzig Standorte also eigentlich wir sind überall in aller Region der Welt vertreten und wir beschäftigen so zwanzigtausend Mitarbeiter Und wir haben auch ein paar wenige Vertriebsgesellschaften nur, aber die meisten unserer Gesellschaften sind Produktionsgesellschaft.

00:19:59: Das zeigt auch dass unsere Wertschöpfungstiefe ist ziemlich groß und tief.

00:20:07: vom Medien falten bis zur komplette Montage des Produkts machen wir in Haus Und in den letzten Jahren haben wir sogar die erste Wertschöpfungsprozesse vertieft.

00:20:26: Das heißt, dass wir unsere eigene Medien produzieren allerdings nur im synthetischen Bereich und dadurch ja die Wertschöffungskette ist nochmal erweitert worden.

00:20:41: Danke!

00:20:42: Vielleicht dann zurück zu der Frage, warum tust du dir das nochmal an?

00:20:46: Jetzt aus der sehr erfahrenen, sehr professionell eingeschwungenden CFO-Rolle genau die Verantwortung für das zu übernehmen.

00:20:54: Was du gerade skizziert hast – eine globale Produktion mit allen Veränderungstreibern, die es da gibt, kommen wir bestimmt bei der Strategie ja auch noch mal drauf.

00:21:05: Ist es zwang?

00:21:08: Was tut es?

00:21:10: Also zwang ganz sicher nicht.

00:21:14: Wie wir am Anfang darüber kurz gesprochen haben, ich mag dieser Work-Life-Balance im Begriff nicht weil für mich Arbeit ist ein Teil meines Lebens und Arbeit gibt einen Sinn meines Lebenes und es macht auch Spaß.

00:21:38: Und deswegen, ich liebe Arbeiten.

00:21:41: Die Frage ist natürlich braucht meinen Beitrag das Unternehmen und wenn die zwei dann sich überlappen oder sich treffen, dann ich glaube da kommt eine gute Geschichte raus.

00:21:59: also hier ist tatsächlich also einmal Ich liebe zu arbeiten.

00:22:02: zweitens Das Unternehmen sagte Ja, wir würden dich noch brauchen in diesem Bereich um das und das nochmal zu erreichen oder weiterzuentwickeln.

00:22:16: Und deswegen also... Und wenn ich ehrlich bin, ich fühle mich noch nicht bereit.

00:22:25: Auch wenn ich in diesem Jahr zweiundsechzig werde Ich fühle sich noch nicht bereit und nicht soweit dann nicht regelmäßig in die Arbeit zu kommen oder ins Büro.

00:22:41: Allerdings nur richtig, wenn ich ein Beitrag leisten kann und wenn Mann und Hummel sagt es gibt jetzt oder wir sehen keine Themen wo du uns helfen kannst auch dann würde ich nicht ganz aufhören Und dann würde ich mir andere Themen suchen.

00:23:06: Ich glaube, das brauche ich auch, um mein Geist zu beschäftigen.

00:23:11: Wir leben in einer Zeit, wo die Veränderung war noch nie so schnell und nicht so tiefgreifend.

00:23:24: Irgendwie hätte ich das Gefühl, dass sich abgekoppelt

00:23:27: bin.".

00:23:29: Ich muss noch, glaube ich, eine gewisse Zeit immer noch mitkommen.

00:23:34: Das interessiert mich einfach.

00:23:37: und wenn du halt nicht inmitten des Geschehen bist ob das wirklich so intensiv sein muss dass du ein Fulltime-Job magst oder nur Aufsichtsratmandate hast oder ich weiß nicht soziale Unternehmen gründest oder beim sozialen Projekt mitarbeitest aber irgendwas dass du immer noch das Gefühl hast, du bist im Leben.

00:24:03: Also ich kann das hochgradig verstehen und werde auch arbeiten bis die Radieschen wirklich von unten angucken, weil ich es einfach gerne mache.

00:24:10: Ich glaube, das ist ein Geschenk.

00:24:12: Das geht nicht jedem so.

00:24:13: Hast du Angst davor?

00:24:15: Weil du es gerade so angedeutet hast, wenn dieser Fulltime-Job nicht mehr da ist oder sagst du wirklich ganz gelassen Hand aufs Herz, denn es wird genug zu tun geben.

00:24:28: Also Angst habe ich nicht.

00:24:30: Trotzdem ganz ehrlich, ich glaube schon dass eine Herausforderung sein wird dieser Umstellung und ich muss mich damit beschäftigen.

00:24:44: Ich muss mir Gedanken machen was mache ich da?

00:24:50: ein paar Themen für mich aufgeschrieben.

00:24:53: Schon länger, was ich immer machen wollte wie Fotografieren lernen oder sogar Klavier spielen also das war immer mein Wunsch.

00:25:05: Das habe ich immer mit meiner Eltern diskutiert wieso ich kein Instrument hätte lernen müssen.

00:25:10: Können wir uns übrigens

00:25:10: zusammen einbuchen?

00:25:12: Steht bei mir seit Ewigkeiten auf der Liste!

00:25:17: Auf der anderen Seite Wir haben über Familie gar nicht gesprochen.

00:25:21: Ich hab drei Enkeltöchter und ... Die Zeit, was ich heute mit denen verbringe ist wenig.

00:25:32: Die wohnen auch nicht nah zu mir oder zu uns.

00:25:36: Und das ist nur einmal im Monat, wo ich sie sehe.

00:25:40: Aber dass auch konsequent und auch diszipliniert.

00:25:44: Egal wie müde ich bin oder ob ich von einer Reise zurück komme, aber das muss sein.

00:25:50: Sonst gibt es keine Beziehung zu denen und da sehe ich auch viel Nachholbedarf und viel Raum um nach einem intensiven Berufsleben immer noch ein ausgeglichenes glückliches Leben zu

00:26:09: führen.".

00:26:10: Vielleicht werdet ihr das angesprochen hast und du hast ja mal, glaube ich ein Zitat.

00:26:14: Ich selber kannte es von dir nicht.

00:26:15: Habe es aber in Vorbereitung auf unser Gespräch gelesen sinngemäß.

00:26:19: Sie ist mir nach, wenn ich es nicht wörtlich schaffe gesagt, es reicht als Frau nicht kompetent zu sein sondern wenn du wirklich dahin kommen willst wo auch du hingekommen bist brauchst du eine andere Art noch von Intelligenz, soziale, emotionale Intelligenze unter anderem.

00:26:37: Wenn du mal zurückguckst auf dein ja von außen sozusagen Bilderbuchkarriere, hast du dafür was opfern müssen und wenn was das zu erreichen, was du beruflich erreicht hast.

00:26:50: Und fällt dir das oder ist das im Nachhinein auch etwas wo du sagst Mensch ich habe dafür auch ganz schön viel gegeben.

00:26:57: also wie schwer ist es im Grunde für dich gewesen?

00:26:59: A als Frau dass zum Meistern mit Familie Beruf in dieser sehr fordernden Industrie auch, also gerade die Automotiveindustrie war ja eine extreme Männerdomäne und ist es zum Teil immer noch das überhaupt auch meistern zu können.

00:27:16: Center Dinge sozusagen die du geopfert hast und was können andere aber vielleicht als Haltung von dir lernen?

00:27:23: Also ich habe diesen Begriff etwas aufopfern genutzt oder auch nicht wirklich als Thema für mich gesehen, weil wahrscheinlich auch geprägt durch den Kulturkreis woher ich komme.

00:27:42: Es war immer für mich klar dass sich arbeiten werde auch erst Mutter in Rumänien.

00:27:48: jede Mutter hat gearbeitet also meine Mutter hat auch gearbeitet.

00:27:51: Ich glaube wir waren thirty-six in der Klasse und nur ein Kind hatte eine Mutter die Hausfrau war.

00:28:01: Also das war für mich ganz normal und gegeben.

00:28:09: Ich habe für mich beschlossen, dass es werden sicher Themen sein, die ich nicht leisten werden kann.

00:28:18: Und da bringe ich immer dieses Beispiel auch in anderen Podcasten – ich kann nicht backen!

00:28:23: Also ich hab nie gebacken Dafür gab es keine Zeit.

00:28:30: War ich bei jedem Fußballspiel von meinem Sohn wahrscheinlich nicht?

00:28:35: Ich habe sogar eine Aufführung von meiner Tochter verpasst, das ist das Einzige was ich in meinem Leben bereue.

00:28:45: Das hab' ich wirklich für Mann und Hummel aufgehobfert anders machen würde oder Ändertöne.

00:29:00: Aber sonst, ich glaube nicht dass ich irgendwas aufgeopfert hätte weil ich diesen Weg gehen wollte.

00:29:09: also für mich war immer klar Qualität, Komfort, Quantität.

00:29:13: Ich werde nicht glücklich als Hausfrau.

00:29:17: Es mag sein das ist eine egoistische Sicht aber Ich habe gesagt, wenn ich nicht glücklich bin dann werden meine Kinder oder meine Kinder werden auch keine glückliche Mutter haben oder ausgeglichene Mutter haben.

00:29:32: Und wenn ich den ganzen Tag mit meiner Kinder zu Hause bin, dann qualitativ also wirklich die Zeit was sich mit denen echt verbringe wird auch nicht viel länger als ... wenn ich arbeite.

00:29:48: Das muss jeder für sich entscheiden und ich glaube, das ist auch sehr, sehr wertvoll, wenn Frauen mit ihrer Kinder zu Hause sind.

00:29:57: Und wenn das sie erfüllt ausfühlt und damit sie glücklich sind – es wirklich toll!

00:30:05: Das war einfach nicht mein Weg.

00:30:09: Hattte ich Tage wo ich gesagt habe okay, dass war ja zu viel Arbeit?

00:30:16: Und ich musste von meinen Kindern ein paar Stunden wegnehmen.

00:30:20: Ja, waren sicher.

00:30:24: Ob ich das bereut habe?

00:30:26: Wahrscheinlich!

00:30:27: Aber ob ich trotzdem sagen würde, dass ich etwas aufgeopfert habe?

00:30:32: Nicht also... Man muss sich einfach klarmachen was bist du bereit für etwas zu zahlen?

00:30:43: Glaubst du in dem Zusammenhang, dass es so etwas wie eine Berufung gibt und das jetzt nicht allzu esoterisch auszudrücken?

00:30:52: Auch so eine Art Auftrag den man im Leben hat.

00:30:55: Also woran denke ich?

00:30:56: gerade bei uns zu Hause?

00:30:59: meine Frau hat sich ganz bewusst dafür entschieden Ich möchte zuhause sein die Zeit wohnt und sie hat das auch sehr erfüllt glaube ich.

00:31:06: Jetzt sind unsere Kinder ausm Haus und orientiert sie sich anders.

00:31:10: Jetzt gucke ich meinen beruflichen Kontext, auch bei mir selber in der Firma sehe ich Leute die folgen nicht ihre Berufung und jetzt absichtlich auch mal Richtung Männer geguckt.

00:31:20: Sondern da habe ich so den Eindruck, da versuchen Leute eine Rollenbild zu erfüllen, eine Karriere zu erfühlen, die eigentlich gar nicht die Ihre ist.

00:31:31: also irgendwie... Verantwortung nehmen, Geschäftsführer werden oder sein.

00:31:37: Und im Grunde merkst du das ist von außen aufgesetzt und es ist nicht deren Berufung aber es ist ihnen wichtig weil das Umfeld scheinbar danach ruft.

00:31:48: also sprich glaub so.

00:31:49: Es gibt etwas wo man sagt hey wenn Du ein erfülltes Leben führen möchtest dann guck mal was deine Berufung ist Oder ist dir das zu esoterisch?

00:32:01: Also vielleicht ist es schon ein bisschen zu esoterisch.

00:32:07: Also ich glaube, man muss mit zwei Weiden auf dem Boden der Tatsachen sein und feststellen wie komme ich über die Runden?

00:32:19: jetzt ganz plakativ das auszudrücken?

00:32:22: Das heißt Arbeit ist ein Muss aus meiner Sicht um über die runden zu kommen.

00:32:31: Und wenn jemand zum Beispiel Spaß oder Erfüllung hat in Malen.

00:32:41: Aber kein Picasso ist, dann vielleicht nach deiner Definition er fühlt sich berufen würde sie berufen fühlen als Maler aber davon könnte er nicht leben.

00:32:54: also solchen Menschen muss man schon sagen such dir einen richtigen Job und das Malen kannst du deine Freizeit machen.

00:33:06: Ja, also ich bin ein Pragmatiker und ich glaube daran dass Spaß und Arbeit verbunden kann, dass man Erfüllung in der Arbeit finden kann und es Berufe gibt die einem mehr liegen und weniger liegen.

00:33:27: Ich glaube aber auch daran, dass wenn man etwas mit Herz und Leidenschaft macht dann kann man auch bestimmte Aufgaben lieben lernen können.

00:33:38: Und wenn ich ehrlich bin zum Beispiel... Ich glaube auch an Anfügung das du ein bisschen schon irgendwie zu den Themen geleitet wirst.

00:33:49: Wenn ich zurückblicke, wenn du mich fragst sowieso habe ich BWL studiert Die Antwort ist wahrscheinlich, was man beim BWL studieren öfter hört.

00:34:03: Man wusste nicht was man werden will und bei mir... war das ein Ausschlussverfahren.

00:34:11: Also ich habe eine Mathematik-Physikklasse und ich wusste, ich will kein Ingenieur werden.

00:34:20: Ich will weder Physik oder irgendeine Naturwissenschaft studieren.

00:34:26: Ich hatte nicht Mut mich auf Medizin vorzubereiten weil dann hätte ich mehr in einer Chemiebiologie Klasse gehen müssen.

00:34:38: Und ja, und dann habe ich gesagt okay das ist dann BWL.

00:34:48: Mein nächster Gedanke war ok du willst nur eine gute Arbeitstelle haben, dann Familie gründen Kinder haben.

00:34:59: und dann schauen wir mal weiter.

00:35:01: Und ich bin bei Mann und Hummel als Praktikantin eingestiegen, weil ich unbedingt arbeiten wollte.

00:35:06: Im Führer-Ninzig war die Erholungsphase einer Krise und das war extrem schwierig, besonders ich hatte schon zwei Kinder und damals Deutschland war nicht darauf vorbereitet Frauen mit Kindern einzustellen.

00:35:18: Das war so.

00:35:21: Ich bin in einem Personalwesen eingestogen und habe mir gesagt, wenn du einen Fuß in der Tür hast Du wirst schon den anderen Fuß auch reinholen.

00:35:33: und so war's.

00:35:34: Und ich hab noch mal geliebt zu arbeiten, ob ich die Stelle wirklich geliebte habe?

00:35:43: Das kann ich dir nicht sagen!

00:35:45: Ich hab einfach geliebet zu arbeiten.

00:35:47: und diese Leidenschaft... Dann bringe dich dazu, das Team zu lieben.

00:35:53: Dann sagst du okay ich will dass das Team weiter sich weiterentwickelt oder erfolgreich wird.

00:35:59: und so bin ich eigentlich immer gezogen und immer sichtbar geworden und ich habe die Themen Lieben gelernt!

00:36:06: Meine erste Controlling-Aufgabe Brückenrechnung von externem Rechnungswesen zum Internen Ich hatte keine Ahnung.

00:36:15: Woher hätte ich sagen können, liebe ich das oder liebe nicht?

00:36:19: Also was ich dann festgestellt habe auf dieser Reise dass sich keine Routinearbeit liebe.

00:36:25: Ich liebe immer neue Herausforderungen zu meistern.

00:36:30: Ich wollte immer neue Aufgaben.

00:36:32: Habe ich gewusst ob ich eine Karriere machen will?

00:36:35: no way!

00:36:36: Das wollte ich fragen.

00:36:37: hattest du damals das Ziel bei Bumms?

00:36:39: zwanzig Jahre später bist du CFO des Jahres zweiundzwanzig.

00:36:42: glaube Hattest du solche Ziele, Vorstellungen oder hast du einfach tatsächlich gesagt ich liebe meine Arbeit und das mache jetzt.

00:36:50: Und der Rest hat sich entwickelt?

00:36:51: Oder hattest Du entsprechende Ambitionen zu der Zeit?

00:36:55: Nein, da sollte ich auch gerade sagen dass wenn Du aus einem sozialistischen Land kommst, aus einer Diktatur, Du kannst Karriere nicht mal buchstabieren.

00:37:06: also in Rumänien Karrieren gab es nur für Parteimitglieder und das war für mich ein rotes Tuch.

00:37:15: Also dazu wollte ich nicht gehören, deswegen habe ich mit Karriere assoziiert.

00:37:24: Und natürlich wusste, dass ich in einem anderen politischen System wechsle und hier ist etwas anderes.

00:37:31: Aber das war für mich nicht wichtig.

00:37:33: Wie ich gesagt habe, ich wollte eine gute Stelle haben und einen zuverlässigen Arbeitgeber.

00:37:41: Und was mich immer geleitet hat, mein Bestes zu tun.

00:37:48: Das hat dieses Unternehmen immer honoriert und ich wurde immer gezogen Und das hat mich immer von einen Schritt zu dem anderen.

00:37:59: Und natürlich dazu gehört auch mein Neugier und meine Mut, gehörte dazu, weil sonst wenn du zu vorsichtig bist und Risikoscheu dann ... Du denkst hundertmal drüber nach, bin ich vorbereitet für den nächsten Step?

00:38:17: Ich hab nicht lange darüber nachgedacht.

00:38:20: Das ist in meiner ... DNA einfach reinzuspringen und dann auf dich zu verlassen, dass du irgendwie schon wieder aus dem Wasser kommst.

00:38:32: Und das hat mich immer geleitet.

00:38:35: Mein Ehrgeiz wurde geweckt im letzten Schritt meiner Karriere weil bevor ich sehr froh wurde habe ich die Region Europa geleitet Operations in Operations.

00:38:48: Und ich habe gehört, dass der Aufsichtsratsvorsitzende die Geschäftsführung neu aufstellt und dann habe ich gesagt okay jetzt bin ich soweit und wenn das tatsächlich so ist, dann will ich berücksichtigt werden.

00:39:07: Das war eine bewusste Entscheidung.

00:39:10: Vielen Dank!

00:39:11: Einmal Sprungsstrategie Mann und Hummel in der Zukunft.

00:39:17: Wenn man erbt, der am Grunde mit Alice und i etwas aus der Traufe geroben einen Wachstumsmarkt den ihr bearbeitet aktuell macht.

00:39:28: Der korrigiere mich hat es wahrscheinlich nicht genau präsent ungefähr zehn prozent des Umsatzes auf das heißt der Großteil ist noch eben im Transport.

00:39:37: Geschäft Klassisches Geschäft.

00:39:38: so jetzt Thema Elektrifizierung und Co.

00:39:42: Brauche ich dir anders nicht erzählen?

00:39:44: Ist das LS&I-Thema so die strategische Wette, dass wenn das eine weiter schrumpft, das andere entsprechend wächst?

00:39:53: oder mache ich es mir dazu einfach?

00:39:54: Was ist sozusagen die Strategie von Mann und Hummel?

00:39:59: Also das ist richtig!

00:40:02: Die Kern der Mann & Hummel Strategie ist Fokus auf Hiltration.

00:40:08: Das ist dieser Kellkompetenz.

00:40:12: Und im zweiten Schritt haben wir uns dann die Märkte angeguckt, also wie sich das entwickelt.

00:40:21: Ich würde heute sagen vielleicht gar nichts so bewusst, weil das hat schon dieser Diversifizierung in den Jahr zwanzig vierzehn oder sogar davor angefangen noch mal vor meiner CFO-Zeit dass diese eine Standbein Automobilindustrie ist vielleicht zu gefährlich oder zu riskant für die Zukunft.

00:40:49: Und natürlich, das wurde dann nach dem Jahr zehnt zwanzig siebzehn immer mehr bestätigt, weil wenn du dich erinnerst in den Jahrzehnten hat in China die Automobil-Industrie so ein Rücksetzer gehabt und Und seitdem hat sich eigentlich die Automobilindustrie auch nicht mehr wirklich erholt.

00:41:18: Und nach... ...Zwanzig, Fünfzehn, Sechzehn hat man und Hummelt dann angefangen, wirklich bewusst in diesen Lifestyles und den warmen Bereich zu investieren.

00:41:35: Aber auf der anderen Seite Man muss schon sagen, dass noch extrem viel Zeit erfordert bis das wirklich so ein ausgleichender Standbein sein wird.

00:41:48: Ist deine Erwartung oder eure auch gewesen, dass es schneller geht?

00:41:52: Oder sagst du nur wie du gerade einleitest, es braucht halt einfach diese Zeit weil ... den Umsatz ja guckst, ihr seid von vier sieben, vier fünf, vier zwei.

00:42:03: Das heißt das ist rückläufig e-Bezeite immer noch gut unterwegs und Alice&E geht dir das zu langsam?

00:42:09: Wie schaust du da drauf?

00:42:12: Die Entwicklung von Alice&e ist definitiv langsam wenn ich die Schnelligkeit oder die Dynamik der Märkte heute in Betrag ziehen.

00:42:30: Würden wir diese Transformation unter Marktverhältnisse machen, die vor Jahrzehnte geherrscht haben?

00:42:41: Wahrscheinlich würden wir das nicht so kritisch sehen.

00:42:50: Ich glaube unser Thema ist, dass uns keine keine tiefgreifende Gedanken gemacht haben, was heißt für uns dieser Markteintritt und LS&E.

00:43:07: Also wir haben am Anfang so ein paar Unternehmen aufgekauft und ohne wirklich uns mit der gesamten Wertschöpfungskette der Luftfiltration zu beschäftigen oder Wasserviltrationen Wer dummelt sich in diesem Markt?

00:43:28: Wie, was sind die Erfolgsfaktoren um diesen Märkten dann auch wachsen und gedeihen zu können.

00:43:38: Und deswegen haben wir sehr viel lernen müssen auf dieser Reise.

00:43:45: Was würdest du sagen?

00:43:46: waren so die zwei drei Key-Learnings, die ihr mitgenommen habt?

00:43:51: Um das zu erläutern oder zu erklären, vielleicht ein Rückblick woher kommen wir.

00:43:57: Wir kommen aus einer Automobilindustrie die aber wir niemals Märkte selber entwickeln mussten.

00:44:07: Das haben die Kunden für uns gemacht.

00:44:11: Also wie haben die Daimlers, die VWs Die Toyotas dieser Welt überall verformt?

00:44:20: Aber wir haben dieser Standorte erst dann gegründet, wenn wir Aufträge gehabt haben.

00:44:29: Im LS&E funktionieren die Märkte nicht so.

00:44:34: Wir müssen diese Märkte entwickeln.

00:44:36: Das heißt, diese Go-to-Markt-Strategien sind ganz anders, erfordern ganz andere Profile, ganz andere Strategien Am Anfang, wir haben das versucht mit unserem Besten aus dem Automobilbereich zu machen und wir haben feststellen müssen dass es nicht funktioniert.

00:45:04: Und natürlich sind wir ein Familienunternehmen und der Mensch steht in Mittelpunkt und dieses Einsehen am richtigen Platz ist und der bewegt werden muss, braucht einfach Zeit oder wir haben einfach Zeit gebraucht.

00:45:28: Das haben wir auf dieser Reise auch gelernt in dieser gesamten Transformation auch die Automobilindustrie dass das hier unser Verhalten auch ändern müssen.

00:45:38: Wir müssen schneller verstellen.

00:45:43: wer sind wirklich die richtigen an den kritischen Positionen zum Beispiel.

00:45:51: Also das war ein Punkt, der anderer Punkt alles und ehemalte.

00:45:56: erfolgreich zu sein braucht so eine andere Risikobereitschaft.

00:46:01: Du brauchst schnelle Entscheidungen mit wenig oder unzureichende Informationen.

00:46:08: Wir kommen aus einer Automobilwelt wo eigentlich alles vorgegeben waren, auch wenn wir ein Produkt selber entwickeln mussten.

00:46:18: Aber der Prozess war sehr geregelt.

00:46:22: Wir mussten viel Sicherheit in diesen Prozessen einbauen also dieser Zero-Defect Culture was von uns abverlangt wurde.

00:46:35: das hat dazu geführt dass dieses unternehmerisches Denken sich wirklich auf einer sehr niedrigen Niveau bewegt hatte.

00:46:48: Und bis heute, also wie wir im OE-Bereich agieren, das kannst du nicht vergleichen, wie wir in LS&E agieren müssen und das war ein... Also um das zu lernen, dass er vor der Zeit ... Wir sind mehrmals gescheitert Dann haben wir neu angefangen.

00:47:16: Das war ein Thema für die Langsamkeit, dann im LS&E-Bereich... Also um in einen neuen Markt einzutreten hast du zwei Strategien zur Verfügung.

00:47:28: Du entwickelst die Märkte vom Scratch und du baust deine Standorte, die Technologieren alleine auf oder du akquirierst Unternehmen, die einen gewissen Knowhow haben mindestens in einem gewissen Segment und versuchst das dann zu skalieren.

00:47:47: Und wir haben uns für diesen zweiten Weg entschieden, aber dieser Markt ist so fragmentiert zum Beispiel die Luffilterfiltration im Live-Sign und im Environment also Gebäudefiltration dass wir ziemlich viele Mom and Pop Shops zusammen kaufen mussten Und bis wir das konsolidiert haben, dann die Prozesse standardisiert und professionalisiert haben.

00:48:16: Das hat wieder viel Zeit gekostet und auch viel Schweiß und auch viele Scheitern, weil wir so was auch noch nie gemacht haben.

00:48:31: Ja, ich würde sagen das sind die wichtigsten Themen wieso wir mehr Zeit brauchen als wir ursprünglich gedacht haben.

00:48:40: Jetzt sind wir sicherlich schneller unterwegs weil wir jetzt eine gewisse Reifegrad entwickelt haben und jetzt müssen wir in den nächsten Jahren schon einen anderen Wachstumskurve sehen als wir bis jetzt gesehen haben.

00:48:57: Trotzdem, wenn du die zwei Bereiche vergleichst.

00:49:00: Also neunzig Prozent Automotive, zehn Prozent LS und D auch wenn Automotiv nur stagniert.

00:49:09: also das braucht noch ein paar Jahre bis wir diesen Anteil verdoppeln oder oder verdreifachen.

00:49:21: Oder wir performen sehr gut in Automotive und wir generieren so viel Cash, dass wir nochmal einen größeren Schritt Richtung Aquisition machen können dürfen.

00:49:34: Danke dir!

00:49:34: Kommt einmal zum Thema Strategieumsetzung.

00:49:36: darüber haben wir uns ja auch gefunden dieses Thema in halbjahreszyklen Monatsprins zu versuchen diese Strategie umzusetzen.

00:49:46: wenn du das mal ganz kritisch betrachtest, ganz bewusst auch so natürlich bin ich Fan davon und sage das ist eine tolle Sache das so zu machen.

00:49:56: Was würdest du sagen?

00:49:57: Ist da wirklich gut dran?

00:49:59: aber was es auch gefährlich oder funktioniert nicht an dieser Art von Strategie Umsetzung.

00:50:08: also Ich bin überzeugt dass das der richtiger Wege und Methode ist weil Das erlaubt uns sehr schnell zu entscheiden, was funktioniert und was funktioniert nicht.

00:50:26: Und gleich nach einem anderen Weg zu suchen.

00:50:33: Wenn wir heute Schwierigkeiten haben das ist nicht wegen der Methode sondern dieser Methode ist in einer Kulturwandel eingebettet.

00:50:42: also Verhalten muss sich ändern Mindset muss sich ändern die schwierigste Führungsaufgabe von allen.

00:50:55: Also wir kennen vom Porter den Satz Culture is strategy for breakfast und das ist so, und wir sind immer noch nicht auf einer Reife grad mit unserer Mindset und Kultur dieser Methode eigentlich abverlangt.

00:51:21: Was würdest du sagen?

00:51:23: Boah, weil du sagtest ja auch... Also das was du auch von der LS&E-Lernkurve beschrieben hast, sagt ihr ganz klar her, dass ist am Ende auch eine Leadership-Herausforderung.

00:51:32: Du sagst es, du musst die richtigen Leute an die richtige Stellen bringen.

00:51:36: aber das alleine reicht ja dann auch nicht sondern du brauchst ne bestimmte Kultur und ich finde du hast das schön beschrieben aus einem Automotive denkend wertschöpfenden Kontext dessen Umfeld sich ja auch deutlich ändert durch das, was wir erleben und dann noch in einer anderen Industrie.

00:51:55: Wo siehst du bei euch so wirklich?

00:51:57: Was sind so?

00:51:58: welche Art von Mindset sagst Du braucht man und Hummel um wirklich langfristig im Wettbewerb zu bestehen der heute noch nicht da ist und also das wäre so die eine.

00:52:07: Und was es denn so?

00:52:10: deine Möglichkeit eure Möglichkeit, das herbeizuführen zu unterstützen?

00:52:14: und was tut ihr?

00:52:15: Also welche Mindset sozusagen denkst du braucht ihr.

00:52:19: Und was sind Wegemöglichkeiten das wirklich aktiv auch herbeitzuführen?

00:52:24: Ich glaube nicht ich glaube ich weiß es dass die erste Führungskompetenz oder Fähigkeit die wir weiterentwickeln müssen ist ist Kundenverständnis, also dieser Customer Centricity und man hört das immer wieder.

00:52:47: Aber wir sind ein technologie- und technikdominiertes Unternehmen und im Automobilbereich haben wir oder es wurde uns erlaubt in Lösungen zu denken anstatt uns zuerst mal wirklich mit dem Problem zu beschäftigen.

00:53:10: Und dieses Prinzip, du musst dich zuerst mal in das Problem verlieben bevor du nach Antworten suchst oder Lösungen anbietest – also das verstehen wir noch nicht.

00:53:26: Also wir springen gleich mit einer Lösung obwohl wir noch gar nicht die Paypoints der Kunden verstanden haben.

00:53:39: Also ich glaube, das ist die erste Fähigkeit.

00:53:44: Die zweite Fähigkeit ist unternehmerisches Denken.

00:53:48: aber was ist Unternehmerisches denken?

00:53:51: Das heißt schnell mit unzureichenden Informationen zu entscheiden.

00:53:57: also was wir immer noch machen viel reden für planen viel realisieren und nach hundert prozent Plan Also nach noch einem hundertprozentigen Plan zu streben.

00:54:20: Und das gibt es nicht, ne?

00:54:23: Wenn du sagst ich habe jetzt ein Plan dass sie schon längst outgedatet also das ist schon überholt Du kannst nochmal neu anfangen und wir müssen einfach akzeptieren dass es nicht gibt oder dass es nicht der richtige Weg ist und einfach mit Prototypen, mit diesen Minimal Viable Products anfangen testen und dann in die richtige Lösung zu gehen.

00:54:52: Also das ist der zweite Punkt.

00:54:56: und ich glaube, der dritte Punkt ist dieser Thema Empowerment.

00:55:02: also wir führen immer noch sehr viel Mit Richtlinien, mit Arbeitsanweisungen, Vorschriften anstelle der Organisation Guidance zu geben.

00:55:21: Also ich hatte gerade glaube ich gestern ein Beispiel.

00:55:28: also bis jetzt unser genehmigungspflichtiger Geschäftskatalog sagt das alle Ausgaben, ob das jetzt Investition ist oder ein Leasing-Vertrag ist.

00:55:42: Über zwei Millionen muss die Führungsebene unter uns eine Genehmigung der Geschäftsführung haben.

00:55:52: Es ging um ein neues Lagerhaus und ich habe gefragt Hat es einen Ergebnisimpakt?

00:56:04: Also ändert sich die Kostenstruktur, wenn wir in dieses Gebäude investieren.

00:56:12: Und die Frage war Nein!

00:56:14: Unser Kostenstruktor bleibt stehen.

00:56:18: Es ist egal ob das jetzt zwei Millionen oder fünf Millionen sind, die Investitionen.

00:56:24: Solange wir das effizient nutzen dann muss ich eine Führungskraft in der Ebene unter der Geschäftsführung so viel zutrauen, dass er weiß was er tut.

00:56:39: Das ist nur ein Beispiel.

00:56:44: Du hast bei uns die Diskussion mitbekommen dieser Octopus-Organisation oder das Buch der Octopus Organisation und hier habe ich einen schönen Geidens von Amazon gelesen You hire the best and not who you love.

00:57:05: Und hier geht es um das Thema Team of Winners oder winning team und kommt vielleicht auch aus unserer basisdemokratischen Kultur vor vielen, vielen Jahren auch in dieser sehr menschenorientierten Kultur wenn wir neue Stellen besetzen wollen bestehende Stellen neu füllen wollen.

00:57:32: Zuerst mal, wir schauen uns um uns herum wer gibt es der geeignet wäre?

00:57:42: und auch wenn wir wissen dass das nicht die beste Lösung ist aber wie meinen diesen Mensch eine Chance geben zu müssen dann machen wir ja Besonders in der heutigen Zeit und wirklich folgend the right people at the right place.

00:58:03: Und who is the best?

00:58:05: Also, wer ist der Beste für diese Aufgabe?

00:58:10: Ist sicherlich nicht eine gute Lösung.

00:58:14: So, und deswegen...

00:58:18: Seid ihr da aus deiner Sicht in der Vergangenheit schon besser drin geworden was ihr da konsequenter klarer guckt, also die besten wirklich auf diese Stellen zu bringen.

00:58:29: Dann in den Jahr zwanzig dreiundzwanzig wir haben einen Assessment Center eingeführt für die ersten zwei Führungsebenen unter der Geschäftsführung Und bevor wir jemand einstellen, um uns selber zu kalibrieren und ein bisschen Objektivität reinzubekommen.

00:58:50: Die Kandidaten ist egal ob die externe oder interne sind müssen durch dieses Assessment Center laufen.

00:58:58: das ist durch einen externen Partner durchgeführt aber das ist immer noch ein Datenpunkt.

00:59:07: also wir sind nicht.

00:59:11: Wir verpflichten uns jetzt nicht, wenn dieses Assessment schlecht ausfällt.

00:59:16: Dass wir uns dann gegen den Kandidaten entscheiden und da haben wir auch sehr positive Beispiele.

00:59:27: Allerdings nehmen das ernst!

00:59:30: Und das ist schon so ein Leitfaden oder mindestens es hilft uns auch in den Interview, was wir dann danach führen.

00:59:39: Ein bisschen an bestimmten Stellen tiefer zu gehen und ein bisschen nachzuhören.

00:59:48: Ist das etwas?

00:59:49: Was wir glauben verbessern zu können?

00:59:52: Oder ist das tatsächlich so ein KAU-Kriterium wo wir sagen Nein.

00:59:59: Wohin machst du ganz persönlich fest, gerade auch so Top-Management Positionen zu besetzen?

01:00:05: Abseits jetzt von Assessment.

01:00:07: Wie bildest Du Dir da eine Meinung auf?

01:00:09: was guckst Du?

01:00:13: Also für mich das ist die Persönlichkeit also auf dieser Ebene.

01:00:23: ich gehe immer davon aus dass fachlich jemand wirklich gut ist.

01:00:32: Das erkennst du aus dem Lebenslauf.

01:00:35: Also heute, wenn ich ein Werksleiter... also das mache ich jetzt natürlich selten.

01:00:42: aber wenn ich jetzt einen Regionalleiter zu besetzen würde dann sehe ich oft aus dem Profil dass er mehrere Werke geleitet hatte wie viel Erfahrung hat dass er in Produktionssystemen Erfahrung hat und so weiter.

01:01:00: Das ist die Hygienefaktor, also was mich interessiert ist wie passt er zu unserer Kultur?

01:01:09: Und das hat mehr Empathie, Demut oder es wirklich Ego getrieben.

01:01:21: Ist er neugierig und ist er mutig, dann konzeptionelles und strategisches Denken.

01:01:31: Also das sind ungefähr so für mich die wichtigsten Kriterien was ich versuche immer abzusecken.

01:01:40: Sag mal auf euer Topmanagement-Team gucken.

01:01:44: du sagst es gibt Team of Winners oder winning team?

01:01:48: Würdest du sagen im Moment seid ihr eher Team Of Winners.

01:01:54: Also das ist auch die Octopus-Organisation.

01:02:01: Ich glaube, wir sind in einer Übergangsphase.

01:02:10: In den letzten Jahren haben wir schon einen großen Schritt in diese Richtung.

01:02:18: Winning-Team gemacht.

01:02:22: Man muss einfach ehrlich genug sein, dass alle die auf dieser Ebene sind haben ein sehr starkes Ego.

01:02:33: Und zu lernen, dass du in einigen Situationen zurücktreten musst und das demspielplatz überlassen musst Und das schadet dein Profil nicht und auch deine Leistung nicht.

01:02:52: Das muss man wirklich, glaube ich sich bewusst machen und dann lernen und immer wieder üben.

01:03:04: Ich bin auch keine Ausnahme.

01:03:08: Also zum Beispiel dieser Grundsatz oder Leitprinzip dass wenn du Wenn du in einer Meeting als Führungskraft drinsitz, du solltest als Letzter sprechen.

01:03:27: Du solltest zuerst mal den Raum allen anderen geben bevor du dich äußerst.

01:03:35: und ich merke bei mir es hängt natürlich auch von dem Thema und auch von der Dynamik des Gespräches.

01:03:42: aber es ist sehr oft immer noch dass ich mich bewusst zurücknehmen muss, bewusst.

01:03:47: Weil sonst ich pusche zu sehr rein oder ich äußere meine Meinung zu früh und damit beeinfluse

01:03:54: ich.".

01:03:55: Das ist vielen Führungskräften gar nicht bewusst ist wie sehr sie beeinflussen?

01:04:01: Verzweifelst du auch manchmal an dieser Entwicklung und wünsch dir das schneller geht?

01:04:08: Und akzeptierst du das dann?

01:04:09: oder sagst du nee das braucht halt einfach so eine Zeit und wir bleiben da dran.

01:04:14: Bleibt es einfach weiter Optimist?

01:04:16: Ja, natürlich.

01:04:17: Ich bleibe weiter Optimists.

01:04:19: und wie ich gesagt habe, ich glaube eine Kultur zu verändern, dich selber an dich selber zu arbeiten, das braucht einfach Zeit.

01:04:30: für mich aber stellt sich immer noch die Frage gibt uns der Markt dieser Zeit

01:04:37: Schöne Brücke in das Umfeld.

01:04:39: Glaubst du, der Markt gibt euch die Zeit?

01:04:42: Oder was macht ihr auch eben wenn du so ins Umfeld-Marktentwicklung ... Sozioeconomische Parameter guckst.

01:04:52: Macht dir das Sorge dass es zu schnell geht?

01:04:58: Ich glaube schon.

01:05:06: Wenn wir in wachsenden Märkten wären trotz Dynamik und durch diese geopolitischen Entwicklungen wäre ich viel gelassen ab.

01:05:18: Aber es kommt alles zusammen, geopolitische Konflikte, stagnierende Märkte, neue Technologien und alles braucht eigentlich Geld um gestemmt zu werden.

01:05:37: Und das erfordert eine enorme Fokussierung aktuelle Performance, damit du das Geld verdienst.

01:05:49: Trotz allen diesen schwierigen Bedingungen weil du weißt wenn die Märkte nicht stark nähern dann hast du nicht diesen Rückenwind um deine Kostensteigerung in teilweise zu decken sondern du musst alle Wett machen und das heißt auch dass du Schritt für Schritt restrukturieren muss auch wenn du nicht auf einmal Ressourcen freisetzen musst.

01:06:15: Das kostet Geld, um in neue Technologien zu investieren.

01:06:25: Die Frage ist, dann generierst du genug Geld aus deinem aktuellen Performance?

01:06:32: Und das ist keine schöne oder eine sehr herausfordernde Gemengelage.

01:06:40: Du sagtest ja in unserem Vorgespräch, du hattest noch nie so eine intensive Zeit wie jetzt auch dieses erste Halbjahr diesen Jahres.

01:06:47: Hattest genau damit zu tun und woran konkret spürst du das auch persönlich?

01:06:55: Kannst du es teilen?

01:06:57: Also das hat teilweise tatsächlich auch mit der Geschäftsentwicklung insoweit Aufgrund des Iran-Krieges, wir wissen dass wir zusätzliche Kosten haben die wir eigentlich an den Märkten weiter geben müssen.

01:07:19: Aber aufgrund dessen das wir in stagnierender Märkte sind auch unsere Kunden selber ihre Probleme haben dieser Weitergabe was uns sehr gut im Jahr zwanzig zwanzigeinundzwanzig bis zweitenzwanzig gelungen ist.

01:07:37: Das steht unter ganz anderen Rahmenbedingungen oder Sternen.

01:07:42: Weil natürlich die Kunden, also wenn du nur auf VW volkst und Daimler aber auch unserer Großdistributoren das ist uns glaube ich allen klar dass sie auch kein Euro Cent zu vergeben haben.

01:08:03: Und dann die Frage ist wie Wie kann das dann funktionieren langfristig?

01:08:11: Wir reden nicht über Pinards, sondern wirklich über signifikante Beträge.

01:08:19: Aber da hilft nichts!

01:08:21: Da müssen wir einfach durch und tatsächlich in unserer operativen Performance... noch besser werden und dort gibt auch noch viel Spielraum.

01:08:33: Und das ist immer dann beruhigend, weil wir sind ... Wir können nicht sagen dass wir bei Optimierung unserer Prozesse jetzt die Asymdote polieren sondern es gibt noch extrem viel Potenzial.

01:08:46: aber er fordert auch ein anderes Denken wie wir bis jetzt unterwegs waren.

01:08:51: ich glaube wir sind auch gut genug in der Prozesskette entlang zu denken, sondern wie halt jedes Unternehmen organisiert ist.

01:09:03: Du hast Business Units, du hast die Nebling Functions aber wir müssen das die gesamte Wertschöpfungskette betrachten um wirklich die Ineffizienzen viel besser zu heben.

01:09:21: Setzt du in dem Zuge auch, also schöpfst du auch Hoffnung aus technologischen Entwicklungen, Stichwort Robotik KI.

01:09:28: Ich glaube ihr habt ja auch in den USA die Initiative Dark Factory sagt man glaub ich nicht mehr.

01:09:35: das klingt irgendwie so dunkel aber du weißt was ich meine also Produktion effizienter zu werden.

01:09:40: gibt dir das eine Perspektive wo man sagt hey wenn wir da schnell genug sind können wir auch da effizienter werden oder spielt das aus deiner Sicht in der Zukunft gar keine so große Rolle?

01:09:50: Doktor, doch ich glaube schon das für die Zukunft eine große Rolle spielt.

01:09:55: Allerdings bin der Meinung dass dieser Hype für KI es wird bald in ein anderer Perspektive gestellt also diese Effiziensteigerungen was man sich erhofft wird kommen.

01:10:11: aber zuerst mal müssen wir viele Hausaufgaben machen und das ist tatsächlich in den Wertprinzip und Ontologie unserer Prozesse.

01:10:23: Also das heißt, dieser KI ist eingebettet in diesem Kontext, im Prozesswelt und KI wird nur so gut funktionieren wie gut unsere Prozesses sind oder wie gut unser Prozess verstanden haben, standardisiert haben, unsere Datenqualität erhöht haben.

01:10:46: kein Rocket-Science in dem Sinne, aber sehr viel Knochenarbeit.

01:10:50: Und das erfordert auch sehr viele Disziplinen und das muss man dann auch parallel zu allen anderen Themen dann betreiben.

01:11:02: Das sind großartige Konzepte.

01:11:05: Aber bevor wir auch zur KI kommen schon viele unserer Softwares beinhalten KI, diese Embedded AI-Solutions, aber wir haben glaube ich auch noch viel Raum und Verbesserungspotenzial die Funktionalitäten der heutigen Systeme zu nutzen.

01:11:27: Also wenn ich nur auf SAP gucke oder auf ERP, unser ERP-System benutzen nicht die Funktionalitäten so wie wir nutzen könnten.

01:11:41: Also

01:11:42: das ist eine gute Frage, aber das ist historisch so gewachsen.

01:11:48: Wir sind nicht schlecht, verstehst du?

01:11:50: Aber es gibt noch viel Potenzial und wir müssen einfach diese Lücken schließen und dieser Lücken bewusst machen.

01:11:58: Und wieso ist das so?

01:12:01: Wenn Du durch ein Fabrik läufst dann siehst Du den physischen Materialfluss.

01:12:07: Das siehst du!

01:12:09: Das kannst du greifen.

01:12:12: Auch als Leier, wenn du in einer Produktionshalle gehst und dich in die Mitte stellst, dann hast du ein Gefühl dafür ist es gut organisiert oder schlecht organisiert?

01:12:22: Da kannst du auch als Leyer ziemlich schnell sagen ich glaube der Prozess ist verbesserungsdürftig oder den Materialfluss von wahren Eingang bis wahren Ausgang ist nicht gerade ledig.

01:12:39: Aber siehst du an den Daten im System?

01:12:43: Nein, das siehst Du nicht.

01:12:46: Und du siehst nicht wo die Menschen Daten runterladen in Excel bearbeiten dann wieder hochladen also diese Datenbrüche und das sehen wir nicht.

01:13:00: Und das wirklich zu visualisieren ist extrem schwierig.

01:13:04: Also wir arbeiten auch mit Zelonis zusammen, mit dieser Technologie Process Mining und um diese Themen zu visualizieren.

01:13:12: aber das ist ein bisschen mehr.

01:13:16: also dieser Value Stream Mapping, dieser Wertstrom-Analyse.

01:13:20: was wir im Werk Gang und Gebe sind müssen wir für unsere Systeme anwenden für die Datenflüße und Informationsflüsse.

01:13:34: Und wir überlegen jetzt gerade, wie können wir das viel besser machen?

01:13:39: Das ist hochkomplex!

01:13:45: Aber ich stelle mir vor dass tatsächlich wir so Worums haben wo wir tatsächlich mit Post-its dieser Wehrstromanalyse wirklich durchgehen und sagen, wo müssen wir die Systeme anders nutzen?

01:14:11: Du hast das Thema Dark Factory genannt.

01:14:15: Wir nennen das Factory of the Future.

01:14:18: Klingt

01:14:18: viel besser!

01:14:20: Ja natürlich!

01:14:24: Und ich glaube, das ist besonders wenn du die Alterung der Bevölkerung betraktest.

01:14:31: Es ist der richtige Ansatz.

01:14:34: Dann den nächsten großen Schritt in Produktivitätsteigerung ist der richtige Ansatz.

01:14:43: Wir sehen an an unserer Anstrengungen, wir nennen das Non-Materials Savings zu generieren.

01:14:51: Also Produktivitätssteigerung zu generiern Jahr für Jahr ist immer schwieriger und besonders weil die Technologien vorhanden sind.

01:15:04: also heute gibt es viel mehr Möglichkeiten um Linien end to end zu automatisieren.

01:15:15: dann das natürlich dieser Daten aus den Maschinen so zu nutzen, dass du Prozesse proaktiv steuern kannst oder Probleme rechtzeitig erkennst und darauf sehr schnell reagieren kannst.

01:15:37: Dann wenn du denkst digitaler Zwilling welche Möglichkeiten dir das geben.

01:15:43: Also ich glaube, dass kommt kein Weg vorbei dieser Technologien zu nutzen und am Ende des Tages ob du das magst oder nicht andere werden das tun?

01:15:55: Und du wirst dann sehr schnell abgehängt.

01:15:59: Das heißt im Grunde noch mal den Bogen zur Strategie macht klar neues Geschäftsfeld weiter mal vorne bringen, LS&I.

01:16:06: Aber das ist im Grunde nicht der einzige Teil sondern der andere, der dir die Perspektive für nachhaltige Wettbewerbsstärke für man und Homo gibt.

01:16:14: Dieses wahnsinnige Produktivitätspotenzial, dass euch neue Technologien und Möglichkeiten bieten und wenn man dir so zuhört dann zettelt ihr da ja eine ganze Menge an um das möglichst breit und tief auszuschöpfen haben vielleicht mal so zum abschluss möge es noch lange dauern natürlich emische dass du für man und hummelt hätte.

01:16:34: ich ist wenn du nicht mehr bei Mann und Hummel tätig bist was ist so dein wunsch das menschen die dann noch da sind über dich sagen denken also worauf kommt es dir eigentlich?

01:16:44: mir geht jetzt nicht weiß du eine große legacy sondern ganz praktisch Was ist dir wichtig, dass im grunde den menschen klar ist was du von beitrag geleistet hast?

01:16:54: Also, mir geht es nicht um irgendwelche Zahlendatenfakten.

01:16:58: Ich glaube du wirst verstehen was ich meine.

01:17:08: Also, ich habe gelernt dass wenn... Es ist egal wie lange du im Unternehmen warst und es ist egal was du geleistet hast.

01:17:19: also vielleicht das ist sehr polarisiert oder sehr digital ausgedrückt aber Du wirst vergessen Jeder ist sehr setzbar und ich glaube, das ist gut so.

01:17:35: Die Nacktier kommen, die müssen nach vorne gucken und nicht zurück.

01:17:42: Und diejenigen, die den Weg bis dahin gestaltet haben zu loben oder zu würdigen.

01:17:50: Also dieser Erwartung habe ich tatsächlich überhaupt nicht.

01:17:56: Wenn man an mich erinnert... will, dann ich würde nur eins hoffen.

01:18:04: Dass es klar ist, dass ich immer zur Ausdruck gebracht habe meine Liebe zu diesem Unternehmen und das für mich, dass es immer mehr als ein Job

01:18:16: war.".

01:18:18: Ich glaube, das kann ich zumindest sagen.

01:18:21: Fühlte ich, hab' ich immer gemerkt die Zeit, die ich mit dir verbringen durfte.

01:18:25: Ermische super herzlichen Dank, dass du in diesen Jahr sehr Turbulenten und fordernden Zeiten, die du diese Zeit genommen hast.

01:18:32: Es war ein großartiges Gespräch!

01:18:34: Ich freue mich wenn wir uns nächste Woche persönlich wiedersehen.

01:18:37: für alle Zuhörer auch vielen Dank dafür es dabei sein, möglichst teilen, liken und beschreiben was euch an Diba gefallen hat, was wir vielleicht auch an Fragen des Nächsten mal noch stellen sollen.

01:18:48: Das war super Gespräch.

01:18:51: Vielen Dank!

01:19:01: OMR.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.