TUI-Cruises-CEO Wybcke Meier über Krisenmanagement auf hoher See und Wachstum mit europäischer DNA
Shownotes
Als Kind wurde ihr auf der Helgoland-Fähre regelmäßig schlecht. Heute führt Wybcke Meier eine der erfolgreichsten Reedereien Europas. Seit 2014 ist sie CEO von TUI Cruises, dem Joint Venture von TUI und Royal Caribbean, mit den Marken Mein Schiff und Hapag-Lloyd Cruises. Rund 900.000 Gäste waren 2025 an Bord, die Auslastung liegt über 100 Prozent, etwa die Hälfte der Gäste kommt wieder. Dafür sorgen rund 750 Mitarbeitende in Hamburg und mehr als 20.000 Crewmitglieder auf See.
In dieser Folge von Debugged erklärt Wybcke Meier, wie sich ein Kreuzfahrtschiff für rund eine Milliarde Euro nach fünf bis sechs Jahren rechnet, warum ihr Unternehmen keine Personas mehr nutzt und warum 97 Prozent aller Kreuzfahrtschiffe in Europa gebaut werden. Sie spricht über Neubauten, die schon sechs Jahre im Voraus bestellt werden müssen, und über Bio-LNG und grünes Methanol als bewusste Wetten auf die Zukunft. Außerdem äußert sie sich zum Vorwurf, Kreuzfahrten würden zu Overtourism führen.
Ein Deep Dive über Krisenmanagement unter Extrembedingungen: Bei Corona lagen sieben Schiffe plötzlich mit Minimalbesatzung in der Deutschen Bucht, und es dauerte zweieinhalb Jahre, bis der Schaden wieder hereingeholt war. Dazu kommt die Iran-Krise, in der 5.000 Gäste an Bord in Abu Dhabi und Doha festsaßen, über den Häfen Drohnen flogen und die Schiffe schließlich im Konvoi durch die Straße von Hormus fuhren. Wybcke Meier erzählt auch, warum sich eine CEO in der akuten Krise bewusst zurücknehmen muss. Und warum die größte Belastung für manche im Team erst kam, als eigentlich schon alles wieder gut war …
Viel Spaß beim Hören!
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00:00:00: Wir haben das Risiko regelmäßig abgewogen und dieses Ausmaß hat, glaube ich tatsächlich niemand erahnt.
00:00:06: Zwei Tage bevor der Angriff stattfand war auch noch eine große Delegation der Bundesregierung in Abu Dhabi und auch da kam nochmal die Rückmeldung – Da wird jetzt nichts passieren zu dem Zeitpunkt von zwanzigtausend deutschen Urlaubern und davon fünf tausend auf unseren Schiffen.
00:00:26: Herzliches Willkommen zur Debakt!
00:00:28: unserem Management Podcast in Sachen Strategie, Umsetzung, Kultur, Leadership und ich freue mich total dich heute dazu haben Wiebke.
00:00:35: Ja vielen Dank für die Einladung Matthias!
00:00:36: Ihr habt gespickt wir kennen uns auch schon.
00:00:38: zehn Jahre waren Sinn.
00:00:40: Zwei-tausendsechzehn Digitalisierungsprojekt bei der Tuikus ist digital Strategie.
00:00:45: seit dem sind ein paar Tage vergangen.
00:00:47: Genau.
00:00:48: Gucken wir vielleicht auch mal drauf was Digitalisierung Paris für eine Rolle spielt.
00:00:53: Ansonsten, ich musste schmunzeln.
00:00:54: Ich hab mal geguckt was dich sozusagen dann auch in die Touristik, die Branche.
00:00:58: Du wirst gleich selber ein bisschen was erzählen und was sich super spannend fand.
00:01:02: du bist auf Helgoland aufgewachsen Und dir wurde als Kind auch auf der Fähre Helgoland regelmäßig.
00:01:08: Mir wurde aber auch genauso schlecht beim Autofahren und Busfahren.
00:01:11: also Bis dich vierzehn war, war ich regelmäßig motion sick.
00:01:17: Das ist auch
00:01:17: der Grund warum ich noch nie auf einem Kreuzfahrtschiff war.
00:01:20: Es wird mich im Zweifel reizen aber meine wunderbare Frau Bella hat das schon mal erwähnt Aber auch meine beiden Kinder.
00:01:27: es wird unglaublich schlecht.
00:01:30: Die schlimmste Anekdote, die ich dazu bieten habe war, dass wir mal in Kalifornien Monterey Whale-Watching gemacht haben.
00:01:38: Und wenn du so auf den Pazifik guckst... Sieht
00:01:39: immer ganz smooth aus, ne?
00:01:41: Genau!
00:01:41: Ganz harmlos.
00:01:42: und dann gab es zwei Stunden vier Stunden oder acht Stunden.
00:01:45: Ich dachte nimm's die Mitte.
00:01:47: Ich hab noch nie so viele Menschen sich übergeben sehen wie bei dem Whale Watching.
00:01:52: Die waren nur am Schritten und meine Familie also alle nur grün und blass.
00:01:57: Ich weiß nicht, wie es auf großen Kreuzfahrtschiffen ist.
00:02:00: Merkt man dann unterschied oder kriegst du's trotzdem mit?
00:02:04: Es gibt eine Frage der jeder reagiert anders.
00:02:06: Es gibt sicherlich Menschen die sehr sensibel auf jede Form von Bewegung reagieren.
00:02:10: das merkt man auch noch auf einem großen Schiff.
00:02:14: aber bei mir war interessanterweise so mit vierzehn fünfzehn war es von einem Tag auf dem anderen vorbei mit der Seekrankheit und heute auf den großen Schiffs Selbst bei relativ viel Wind merkt man eigentlich nichts.
00:02:26: Die sind so gebaut und haben Stabilisatoren, dass man das wirklich gut ausgleichen kann.
00:02:31: Das heißt der Wind spielt eine Rolle?
00:02:33: Der
00:02:33: Wind spielt ne Rolle!
00:02:34: Und die Dünnung spielt nur eine Rolle.
00:02:35: also das ist sehr unterschiedlich.
00:02:37: aber das Thema Seekrankheit und das ist so dass mal unabhängig von meiner Erfahrung oder deiner Erfahrung ist es so dass wir ja genau sehen wie reagieren unsere Gäste und mittlerweile sind's schon eine ganze Menge und das Thema Seekrankheit eines der ganz, ganz kleinen Themen kommt ganz selten mal vor.
00:02:56: Wenn jetzt ein Schiff vielleicht eine Atlantik-Überquerung macht oder ähnlich ist, dass es dann mal ein bisschen mehr zur Sache geht und auf den kanarischen Inseln... Aber das sind immer Einzelreisen oder auch mal einen Tag!
00:03:06: Und dann ist man auch sehr schnell wieder im ruhigen Gefahrwasser, also von daher würde ich sagen, das ist tatsächlich nicht mehr der limitierende Faktor.
00:03:14: Okay, das heißt es hat dich dann auch nicht abgeschreckt in diese Branche zu...
00:03:18: Nein gar nichts.
00:03:19: ...zu wechseln und zu wachsen?
00:03:21: Du kommst ja aus der Touristik und bist im Grunde jetzt sagen wir mal natürlich noch Touristiker, aber so eine Rederei letztendlich ist auch die hier seid.
00:03:32: War das Zufall dass du da reingeraten bist?
00:03:35: Du hast glaube ich Spaß auch an Reiseleitung.
00:03:38: also du kennst dieses Geschäft ja echt von der Pieke auf.
00:03:42: Wie ist es so, dass du jetzt, ich meine, du bist CEO seit zwölf Jahren?
00:03:46: Ja.
00:03:46: Seit Oktober-Zwz.
00:03:49: War das irgendwie etwas, wo du sagst, da hätte ich richtig Lust drauf oder bist du da so reingestolpert?
00:03:53: Nee, das hat sich tatsächlich ergeben.
00:03:55: also ich habe nie in meinem Leben so etwas wie eine Karriereplanung gemacht Wahrscheinlich durch das Aufwachsen auf einer Insel Helgoland, wo es sehr viele Tagestouristen damals gab.
00:04:06: in den Siebziger-Achtzigerjahren war ich immer irgendwo mit Tourismus in Berührung.
00:04:11: Ich war auch immer mit dem Meer in Berörung weil das ist nun mal Deutschlands einzige Hochzehinsel und das Aufwachsende war da sehr schön.
00:04:19: aber es waren natürlich auch durch die Größe oder durch die Kleinheit der Insel ein bisschen limitiert und insofern hatte ich den Wunsch die Welt zu entdecken.
00:04:27: Wann kam der auf?
00:04:28: Der war schon früh da, aber ich glaube das haben viele Helgoländer und es liegt vielleicht auch daran dass wie auch in Schleswig-Holstein an anderen Bundesländern wo es ein Tourismusbetrieb gibt.
00:04:38: Da sind die Sommerferien fünf Wochen lang und die Herbstferien sind drei Wochen lang.
00:04:41: Und meine Eltern haben die Inselbeckerei betrieben waren also in den Sommermonaten tatsächlich sehr gut beschäftigt.
00:04:49: Insofern haben wir dann den Familienurlaub im Herbst gemacht Und Oktober war dann schon so, dass wir auch unsere Wünsche einbringen durften.
00:04:59: Also mein Bruder und ich, wo wollen wir hin?
00:05:00: Dann haben wir Reisen gemacht und so glaube ich fügte sich eins ins andere aber sicherlich auch die Tatsache das man auf einem kleinen Fleckchen Insel ist.
00:05:08: Man sieht jeden Tag Schiffe kommen und Schiffe fahren und wiederum mussten wir auch ohnehin reisen um Facharztbesuche zu machen oder ähnliches.
00:05:16: also Reisengürtel irgendwie von Kindheit an dazu Aber auch der Kontakt zu vielen Menschen die eine Insel als Urlaubsort Besuchen.
00:05:23: Man hat Freundschaften schon geschlossen im Kindesalter mit Kur-Gästen, wie sie damals hießen und insofern glaube ich war das irgendwie von Anfang an da.
00:05:34: Und ich bin dann nach Hamburg gegangen und hab nach der Schule gesagt was kann ich tun um im Ausland zu arbeiten?
00:05:40: Ich habe eine Fremdsprachenschule besucht und wollte eigentlich noch mal spanisch verfestigen und bin so tatsächlich über den Beruf der Reiseleiterin in der Touristik gelandet.
00:05:51: Spannend sehr schön!
00:05:53: Gibt ja echt eine ganze Menge spannender Themen, die wir heute streifen können.
00:05:58: Ich gucke immer an so ein bisschen auf wie funktioniert eigentlich das Geschäft?
00:06:02: Kann man das vielleicht mal erklären?
00:06:03: Vielleicht ein bisschen Strategie dann wie auch die Umsetzung dieser Themen gelungen ist oder nicht.
00:06:08: und dann ist mit Sicherheit bei euch super spannend gerade nach der Happer-Gleutverschmeldung jetzt auch kulturell.
00:06:13: ich meine noch ihr seid zwei Marken in drei Segmenten alles sehr unterschiedlich.
00:06:18: Ihr habt Krisen durchlaufen und monströse Wachstumsphasen.
00:06:22: Jetzt zuletzt ja auch beides, Wachsum-und wieder Krise.
00:06:26: Ich glaube da gibt es viel zu lernen auch für andere.
00:06:30: Versuch doch mal in Gänze Füßchen für Dofe zu erklären wie funktioniert das Geschäftsmodell?
00:06:36: Klar kennt jeder die Toy Cruises Plakate.
00:06:38: Ich glaub ihr wer ein bisschen öffentlich verkehrt nutzt her kommt an euch nicht vorbei.
00:06:43: Bring's doch mal auf den Punkt!
00:06:45: Ja, so muss man glaube ich das einmal noch ein bisschen einordnen wie der Kreuzfahrtenmarkt allgemein zu bewerten ist.
00:06:50: Also erstmal ist Kreuzpfad ein globales Geschäft Und die großen Volumenbewegungen kamen tatsächlich aus den USA.
00:06:57: Ich weiß nicht, wer sich an die neunziger Jahre erinnert wird vielleicht auf dem deutschen Markt eher an das Traumschiff denken – an Sacha Hin und
00:07:03: Co.,
00:07:04: aber natürlich auch an Luxusangebote.
00:07:06: In den neunzigern Jahren gab es in Deutschland sehr wenige Reisende, die wirklich eine Kreuzfahrt unternommen haben.
00:07:13: Es gab auch schon Expeditionen.
00:07:15: Aber Gleut gab es zum Beispiel schon!
00:07:17: Die Reisepreise waren sehr, sehr hoch und insofern kam dann als der Markt eröffnet wurde.
00:07:25: In dem man gesagt hat, man baut einfach Schiffe für bestimmte Kundengruppen und da steckte dann schon Skalierung drin.
00:07:35: Das fing Ende der neunziger Jahre tatsächlich an mit unserem Marktbegleiter Aida, die wirklich die Kreuzfahrt hier in Deutschland in die Mitte gerückt haben und gesagt haben wir bringen eigentlich ... Die haben eigentlich die Adaption des Klubkonzeptes auf die Hochseeschiffe gebracht Und dann hat Tui Kluus es noch ein wenig gewartet und kam eben dann, mit einem Konzept, was sich nochmal zwischen der sehr traditionellen Kreuzfahrt eher luxuriös, sprich auch höhere Reisepreise.
00:08:07: Und dann, Aida mit der Clubkreuzfahrt.
00:08:10: am anderen Ende hat sich Tui Klusis in der Mitte positioniert und gesagt wir machen ein Konzept eben was Premium ist.
00:08:17: Was sehr viel Komfort bietet, hat sehr viel Anleihen genommen von Urlaub im sehr guten vier Sterne Hotel.
00:08:25: Hat aber gesagt wir kommen nicht mit einem dominierenden Motto oder etwas wo wir einschränken sondern wir wollen eine Plattform schaffen die offen ist für viele.
00:08:36: Und was natürlich Kreuzfahrt bei allen.
00:08:39: und auch schon in den neunziger Jahren, wenn man mal so in die alten BRT-Studien schaut.
00:08:43: Wir von Professor Opaschowski seinerzeit
00:08:45: noch.
00:08:46: BRT?
00:08:46: BRT, das ist hier die Freizeitforscher.
00:08:49: Denn früher immer in Hamburg zu allen Reisemessen seine Forschung gemachte gibt es heute noch.
00:08:55: Die Reiseanalyse gibt's auch heute noch.
00:08:58: Und insofern, das macht jetzt heute Professor Reinhardt.
00:09:01: Also da kann man immer noch mal nachlesen wie reist Deutschland.
00:09:04: und selbst damals in den neunziger Jahren war Kreuzfahrt eigentlich so die Wunschreise.
00:09:08: So ein bisschen das was das Unerreichbare.
00:09:11: Ich checke einmal einen pack meinen Koffer aus und wache jeden Tag in einem anderen Hafen auf Kann wunderbar Land und Leute erleben sehe was Neues und habe aber den Komfort dass mein meine Heimat ein bisschen mit mir reißt.
00:09:25: also ich glaube Aber auch dieses See wenn man eben nicht seelkrank wird, wenn man losfährt und jeden Tag etwas Neues entdeckt.
00:09:32: Aber auch die Ruhe auf dem Meer zu sein zum Horizont zu gucken sind schon ganz besondere Stimmung.
00:09:38: Ich glaube das war einfach so eine Sehnsuchtsreiseform mit mehr Angebot.
00:09:44: was geschaffen wurde hat man eben auch gesehen ging die Nachfrage hoch und das war global so.
00:09:49: aber in Europa natürlich auch hier in Deutschland so vielleicht mal vor.
00:09:55: In den letzten Jahren gab es weltweit sieben Komma sechs Millionen Kreuzfahrtreisende.
00:09:59: Im vergangenen Jahr waren es sieben und dreißig Komma zwei Millionen.
00:10:06: Da kann man sehen, wie sich das entwickelt hat.
00:10:08: der Deutschland sind so rund drei Runden
00:10:10: um- und bei drei Millionen Kreuzefahrt Passagiere.
00:10:12: aber in Relation zu zu der Frage, es brauchte erst einmal wirklich neue Schiffe.
00:10:29: Neue Plattformen, überhaupt die Kapazität.
00:10:32: Die auch die Kreuzfahrt für eine größere Kundengruppe erreichbar und bezahlbar gemacht haben.
00:10:39: Und dann kann man all das was ich schon aufgezählt habe, was so ein Schiff bietet, kann man dann halt auch skalierbar machen.
00:10:46: Und diese Schiffe sind etwas grösser geworden.
00:10:49: und wie gesagt mein Schiff Tui Cruises fing in den Jahr Roy Caribbean hat zwei Schiffe beigesteuert, die renoviert worden sind für den deutschen Markt und das ist ein ganz wichtiger Aspekt.
00:11:07: oder man muss eigentlich wissen, für wen mache ich das.
00:11:10: Bin ich jetzt eine US-amerikanische Rederei?
00:11:13: Die überwiegend amerikanische Gäste hat, dann wird das Programm und das Gesamtangebot anders aussehen an Bord als dass wenn ich in Europa oder auch in Deutschland bin.
00:11:21: Wir würden der Kernunterschied bestehen.
00:11:23: also ich habe natürlich jetzt so meine...
00:11:25: Jeder hat wahrscheinlich ein paar Bilder im Kopf aber es fängt schon damit an, dass die US Amerikaner deutlich weniger Urlaub bezahlten Urlaub haben als wir Europäer und ganz besonders als wir Deutschen.
00:11:36: Das heißt Die Urlaubszeit in kompakter Zeit, in drei, vier, fünf Tagen Kurzreisen sind dort sehr viel gefragt.
00:11:43: Da wird aber auch richtig Erlebnisdichte reingepackt Und das ist verglichen zum Landurlaub immer noch sehr viel preiswerter.
00:11:52: Ich weiß nicht, wer jüngst mal in den USA Urlaub gemacht hat und gesehen hat auch wie sich dort Preise für einen Land-Urlaub Hotelaufenthalt oder Nebenkosten entwickelt haben.
00:12:01: da hat die Kreuzfahrt ein riesiges Fund was sie liefern kann durch den Skaleneffekt Und dann wird man unschwer erkennen, dass die Schiffe größer sind in den USA.
00:12:12: Die Häfen sind allerdings auch in der Regel größer und sind so gebaut, dass sie eben auch solche großen Schiffe wunderbar abfertigen können.
00:12:21: Man hat dann eine Vielfalt von allem!
00:12:24: Man hat logischerweise Casinos.
00:12:26: Die findet man auf unserem Schiff.
00:12:27: Man findet mal ein paar Automaten und einen Tisch wo man Blackjack spielen kann aber wir haben kein Casino was über ein ganzes Deck geht.
00:12:36: Man findet viele amerikanische Marken, man findet aber auch so Wow-Effekte wie einen Flowrider.
00:12:45: Das ist zum Beispiel bei Royal Caribbean eine Mini-Surfanlage auf einem Pool Deck oder es gibt ein Rostar.
00:12:52: eine Plattform, so ne Gondel die dann nach oben fährt wo man da noch mal mehr Überblick erhält.
00:12:58: Man hat auch ein Eisbahn wo abends ne Show gespielt wird und das sind so die Unterschiede.
00:13:04: also man hat zu all das was unser ein oder was uns wahrscheinlich zur USA als Reiseland einfällt das findet man irgendwo auf diesem Schiff wieder und die Communities agieren auch anders.
00:13:16: und letztendlich wenn wir uns so wenn ich das vergleiche welche Bedeutung zum Beispiel für die Deutschen auch die Elemente haben zu sagen, ich will draußen sein.
00:13:25: Ich will frische Luft haben.
00:13:26: Ein US-Passagier bevorzugt doch ab bestimmten Temperaturen immer alles airconditioned und das sind so die Unterschiede.
00:13:35: Und was man aber nutzen kann?
00:13:38: Man kann eine Plattform gestalten, kann großzügige Kabinen bauen, kann sie dann im Design entsprechend der Zielgruppen gestalten einen Schiff zu bauen, was möglichst viele Urlaubsinteressen abdeckt.
00:13:54: Sowohl Möglichkeiten der Begegnung bietet, sodass man Gemeinschaftserlebnisse hat.
00:13:59: Aber eben genauso Wiederrückzugsmöglichkeiten.
00:14:01: Das
00:14:01: heißt, konntet ihr zwei Achtie-Zwei Schiffe dann so übernehmen von Royal Caribbean?
00:14:05: oder habt ihr die denn aufwendig hoch?
00:14:06: Die sind...
00:14:06: Da war ich noch nicht da muss ich sagen.
00:14:07: Was hat mein Vorgänger Richard Vogel hervorragend positioniert und hat diese Positionierung gemeinsam mit der TUI gewählt.
00:14:13: vielleicht da nochmal zum Joint Venture.
00:14:14: wie kam es dazu.
00:14:16: Royal Caribbean ist heute der erfolgreichste Kreuzfahrt Anbieter weltweit volumenmäßig jetzt weiter, aber wenn man sich die Erfolgsbilanz von Royal Caribbean anguckt ist das der erfolgreichste und getrieben dadurch.
00:14:31: Wie viele Schiffe betreiben sie?
00:14:33: In Summe sind es um die Sechzig oder sogar mehr.
00:14:37: Die müssen ich mal genau nachziehen und es sind mehr als sechzig.
00:14:40: Da zählen unsere dann auch noch rein.
00:14:42: also... Das ist Teil des Joint Ventures, aber damals waren's glaube ich so um die Dreißig.
00:14:49: Natürlich hatte Royal Caribbean, könnte man ja sagen, dreißig Schiffe und auch zwei tausend acht.
00:14:54: waren wir in der Digitalisierung schon so weit dass jeder weltweit jede Schiff hätte buchen können.
00:14:59: Jeder Gast.
00:15:00: aber am Ende geht es ja nicht immer nur um die Hardware sondern es geht eben auch darum was ist noch mit drum herum?
00:15:07: Und Royal Caribbean hatte auch immer und hat das auch heute noch Gäste aus Deutschland aber so richtig für den Reisemarkt Nummer eins, denen der Zwei Tausend Acht im weltweiten Vergleich store ist die Reise in Frequenz und die Reisentensität zählt Deutschland immer noch zu den Top drei.
00:15:24: Das waren wir gleich bewusst?
00:15:25: Doch, wir Deutschen geben sehr viel Geld für Erlebnisse aus aber auch für Reisen, also Erlebnisse in der Unterhaltungsbranche genauso, Konzerte – aber ganz viel für Urlaub!
00:15:37: Also und die Reisefrequenz in Deutschland ist auch höher als anderswo.
00:15:41: Und insofern war das natürlich so, dass Royal Caribbean sagte über einen haben nie den Marktzugang gefunden zu dem was möchte der deutsche Kunde?
00:15:49: Wenn man jetzt damals durchschnittliche Schiffsgröße waren so zweitausend fünfhundert zwei tausend sechshundert Passagiere, wenn man sagt wie viel Deutsche Gäste kann ich finden und wie ausgesteuert ist dann das Produkt oder dass das Erlebnis an Bord tatsächlich auf diesen Gast?
00:16:04: Da gab es wahrscheinlich natürliche Grenzen und die nachfragen den USA aber ohnehin hoch.
00:16:09: Und insofern hat Roy Cruevin dann zwei Schiffe bereitgestellt, das erste Team rund um Richard Vogel und Frank Kuhlmann der CFO oder auch heute noch da ist.
00:16:20: er war auch Mann der ersten Stunde.
00:16:22: Die haben dann eben ein Produkt gestaltet was für eine wirklich sehr zielgerichtet, für den deutschen Markt gestaltet war.
00:16:31: Damals war das Thema Sprachbarriere auch noch ein großes, weil Deutschsprachigkeit von deutschen Gästen eben an Bord, dass ich mich an Bordeutsch unterhalten kann, war immer ein sehr wichtiger Faktor ist es auch heute noch hat aber ist abnehmend.
00:16:47: so in was haben wir jetzt?
00:16:50: So in vierzehn Jahren hat sich das verändert.
00:16:53: Das kennen wir alle aus unserem Alltag.
00:16:57: Tui wiederum hat festgestellt, dass Kreuzfahrten durchaus eine Reiseform sind die eigentlich hervorragend zum weltgrößten Reiseanbieter passt.
00:17:08: Nun gab es aber auch in dem Jahr das Limitierenden Faktor von Werften wo man Kreuzpfadschiffe bauen kann und insofern kam dieses Joint Venture zustande.
00:17:19: Und dann haben die Kolleginnen und Kollegen der ersten Stunde eben diese ersten beiden Schiffe für den deutschen Markt umgebaut.
00:17:25: So ein bisschen als Test, weil man gesagt hat Die Marktforschung war immer sehr eindeutig.
00:17:30: Der Markt gibt das locker her, aber am Ende muss man es dann auch mal erfahren im wahrsten Sinne des Wortes.
00:17:36: und das hat mit zwei Schiffen die für deutsche Konzepte umgebaut worden sind.
00:17:43: Und da war schon wichtiger Faktor möglichst viele Balkon-Kabinen zu haben, aber auch die Außendecke so zu gestalten dass man sich dort aufhalten kann.
00:17:52: Das wurde damals ein großer Sport- und Sparbereich eingebaut.
00:17:56: So viele Themen Anders, die hier in Europa aber insbesondere Deutschland anders genutzt werden als zum Beispiel in den USA.
00:18:04: Und dann gab es die erste Neubauorder und das neue Schiff was eben wirklich auf einem weißen Blatt Papier geplant wurde und bei der Meierwerft in Findland gebaut wurde.
00:18:16: Das wurde dann ausgeliefert.
00:18:18: Das war die Mannschaft drei und da kam ich dazu
00:18:23: Sag mal, so ein Schiff ist ja nicht ganz billig.
00:18:25: Wenn ich richtig nachgewiesen habe kann man also zwischen halben und einer Milliarde Euro ausgeben.
00:18:33: wann und wie?
00:18:34: Und ich fand das ja auch spannend weil ihr seid ja letzten Endes von außen betrachtet unglaublich schlank aufgestellt.
00:18:43: Ihr seid glaube ich fest in der Zentrale, irgendwie siebenhundert Leute.
00:18:47: Und dann habt ihr Boardfest-Mitarbeiter, ich glaub, hundertfünfzig oder...
00:18:51: Die Bilderweide sind ein paar mehr?
00:18:52: Oder ja, die Größenordnung
00:18:54: haben sich das überlegt.
00:18:55: und die neueren Schiffe.
00:18:57: Du sagst es früher zweieinhalb jetzt sind's ja so bis zu vier Pausenbetten.
00:19:03: Wie muss man sich das rein jetzt mal für die strategengeschäftsorientierten Zuhörer vorstellen?
00:19:08: Habt da so'n Schiff?
00:19:09: Das fährt ja auch rund dreißig Jahre Gibt's mal eine Milliarde Euro für aus und dann will ja das Ganze irgendwie sich mal rechnen.
00:19:18: Also kannst du die wesentlichen Parameter aufmachen, die da in deinem sozusagen CEO-Geschäftskopf... eine Rolle spielt.
00:19:27: Also
00:19:28: was natürlich eben ganz wichtig ist, wir haben ja gerade über die Anfänger gesprochen also zum einen war klar es gibt ne Nachfrage in dem Markt nach dieser Reiseform.
00:19:35: dann ist das Thema welche Größe habe ich?
00:19:38: Dann komme ich dazu wie viel Geld gebe ich aus für ein Neubau.
00:19:42: Was aber eben wichtig ist tatsächlich ist das Markpotenzial da und schaffe ich die Auslastung im Gegensatz zu Hotels die zum Teil aufgrund von klimatischen Bedingungen halt nur hundert achtzig Tage geöffnet sind oder welche Anzahl auch immer.
00:19:56: Ein Schiff fährt erst mal dreihundertfünfundsechzig Tage und die Auslastung ist der große Treiber für die Profitabilität.
00:20:08: Und dann haben wir natürlich mit einer Schiffsgröße, ob das nun fünfhundert Passagiere sind oder ob das zweitausend oder dreitausende oder viertausend sind ist diese Skalierung tatsächlich der Große Treiber?
00:20:21: und wenn es dann gelingt eben die Auslastung zu erreichen, dann kommt man recht schnell ins Ferien dass man nicht nur ein Payback hat sondern auch hochzufriedene Kunden.
00:20:31: Auslastung, die ist ja also...
00:20:34: Die liegt über hundert Prozent.
00:20:36: Also erfreulicherweise haben wir das... Das heißt,
00:20:38: über hundert Prozent müssen ein paar in die Beiboot?
00:20:41: Genau!
00:20:42: Das ist relativ leicht zu erklären.
00:20:44: Also die Hundertprozent-Auslastungen sind ja immer Doppelkabinen oder auch zum Teil Einzelkabinen.
00:20:50: aber hundert prozent ist wenn jedes fest installierte Bett so will ich es mal sagen belegt ist, wenn man jetzt aber ein drittes Bett was auch manche Kunden machen und einer Kabine aufstellen lässt oder sogar zwei.
00:21:01: oder Kinder mitreisen, dann geht man über die über die hundert Prozent.
00:21:05: Und das zeigt so ein bisschen wie stark tatsächlich die Nachfrage ist und dass es eine unglaublich populäre Reiseform ist.
00:21:12: schon immer gewesen ist aber das eben tatsächlich neue Schiffe die immer mehr Es ist immer mehr eingeflossen, was Erwartenkunden, egal wo sie herkommen.
00:21:22: Was erwarten Kunden im Urlaub?
00:21:23: Was sind die Hauptmotive?
00:21:25: Was muss ich anbieten?
00:21:26: und da haben wir natürlich auf so einem Schiff insbesondere wenn Sie ein bisschen größer sind Möglichkeiten ganz viele Bereiche anzubieten um die auch dann aufgrund der Personenanzahl gut auszulasten und einfach ein vielfältiges Urlaubsangebot zu kreieren.
00:21:40: Der Mix von der, sagen wir mal, einfach Kostenstruktur schief ist ja das eine.
00:21:45: Dann will ja so ein Schiff gefahren werden, es wird betreut werden.
00:21:50: Und dann habt ihr ein paar Angebote die auch noch am Land passieren.
00:21:56: Wie verteilt sich das so rein jetzt mal von den unternehmerischen Größen?
00:22:00: Also wie viel was für eine Rolle spielt die Investition in das Schiff respektive dessen Abschreibung, wie viele operative Kostenanteile?
00:22:07: kannst du da so einen Fahrgefühl mal für geben?
00:22:09: Ja, so ein bisschen kann ich das machen.
00:22:12: Also klar, es fängt an mit dem Schiff als solches und je moderner ein Schiff desto energieeffizienter.
00:22:18: also einen Schiff was im Hafen liegt macht wenig Spaß.
00:22:21: von daher ist das Thema Schiffsbetrieb natürlich essentiell und jede Energie effizienzmaßnahme die wir machen hilft.
00:22:29: Also von daher sind die Operating Costs seit der Schiffsbetrieb, es macht einen Großteil aus.
00:22:38: Wie bewertet ihr das?
00:22:39: Sagt man Schiffs Betrieb pro Tag, Pro Passagier pro Jahr habt ihr da Größen?
00:22:44: Wir rechnen mit so genannten APCD's.
00:22:47: Es sind Available Passenger Crew Stays.
00:22:52: Das
00:22:52: ist unsere Auslastungsrechnung und insofern ... oder unsere Basis und daran machen wir dann praktisch, so setzen wir uns an die KPI.
00:23:06: Das wollen wir erreichen und bewerten das.
00:23:09: Wo fahren die Schiffe?
00:23:10: Welche Preise wollen wir erzielen am Ende?
00:23:13: Da haben wir ja schon die Unterschiede bei uns in der Flotte, dass wir einmal die Flotte im Main-Schiff haben, die mittelgroße Schiffe hat sprich im Durchschnitt dreitausend Passagiere und dann haben wir nochmal Habakkleut, wo es beim Luxusbereich vier oder fünfhundert Passagere sind Europa-Europa II.
00:23:32: Oder bei den Hanseatic Schiffen eben nur zweihundertreißig.
00:23:35: So und bei einem Luxuschiff oder bei dem Expeditionsschiff was in die Arntaktis fährt das muss erst mal an die Arnteaktis kommen.
00:23:42: Das hat natürlich deutlich mehr Seetage, aber weniger APCDs.
00:23:50: Weil die Schiffe kleiner sind und insofern variieren auch die Operations-Kostens nach Fahrtgebiet und nach Einsatz.
00:23:59: Und dann haben wir noch das Thema logischerweise was wir an F&B bieten.
00:24:05: Das ist in der Main-Schiffwelt, haben wir das Premium alles inklusive Konzept, womit dem Reisepreis alle Getränke und Mahlzeiten bezahlt sind.
00:24:13: Klar kann man auch noch extra ausgeben, aber es ist nicht nötig.
00:24:17: Bei der Hapag-Leut zum Beispiel ist das ein höherer Anteil weil Hapageleut ein Luxusprodukt ist und eben kleiner Auch da die Extras nochmal in dem Bereich auch die Wünsche noch mal ausgeprägter sind oder vielfältiger sind, was jetzt wirklich so ein sehr hochwertiges Angebot angeht.
00:24:39: Das variiert dann nochmal und dann haben wir natürlich das, was bei Mein Schiff der Haupttreiber ist für das, noch extra ausgegeben wird.
00:24:49: Tatsächlich sind es die Landausflüge, unsere Gäste gehen überproportional viel an Land und entdecken wirklich die jeweilige Region in der Regel organisiert was auch gut hilft um eben Gästeströme tatsächlich zu lenken.
00:25:04: das ist ein signifikanter Anteil.
00:25:06: aber dann kommen eben auch noch andere Extras dazu von Massagen Beauty Treatment Und was auch immer.
00:25:14: Wenn
00:25:14: du das mal so grob einordnest, wie viel macht sozusagen der Betrieb des Schiffes aus?
00:25:21: Wieviel ist sozusagen das Umsorgen des Passagiers?
00:25:25: kann man da irgendwie sagen zehn Prozent oder zwanzig Prozent und der Rest?
00:25:28: kannst du da so einen Gefühl für geben?
00:25:31: Kann ich aber es geht dann schon recht detailliert in dass eben jede Kreuzfahrtlinie das Ganze auch steuert.
00:25:40: Sag mal, du hattest das gerade angesprochen.
00:25:44: Ich hatte es angesprochen, eure Personalstruktur seit dem Headquarter aufgestellt... Und dann habt ihr relativ wenig Leute, die von euch selbst mit an Bord sind.
00:25:53: D.h.,
00:25:54: die Menschen, die an BORD arbeiten, wo kommen die her?
00:25:57: Wie orchestriert und organisiert ihr das?
00:25:59: Weil ich denke da sind ein paar mehr wahrscheinlich tätig als
00:26:02: die... Ja also wir haben, wie du hast es erwähnt, wir haben so etwas über siebenhundertfünfzig Mitarbeitende hier an Land in Hamburg.
00:26:12: Dann haben wir noch mal einen Ein Standort in Berlin, wo die Entertainment-Programme entstehen wie auf den Schiffen gezeigt werden.
00:26:20: Und dann haben wir an Bord rund etwas über zwanzinnig ist.
00:26:24: ein bisschen mehr müssen jetzt mittlerweile so zwanzigtausend Crewmembers sein.
00:26:28: Zweiundzwanzig
00:26:29: tausend.
00:26:29: Die jeden Tag im Einsatz sind und dann vielleicht mal runtergebrochen so auf einer Shipsgröße nämlich jetzt mal eine Mein Ship sieben.
00:26:39: da haben wir von Tausendeinhundert Crewmemers um und bei dreihundertfünfundsiebzig, die im nautisch-technischen Bereich tätig sind.
00:26:48: Und der Rest ist im Hotelbereich.
00:26:49: Das heißt
00:26:50: es ist tatsächlich in Radio viertausend Passagiere?
00:26:55: Also bei dem Schiff, was knapp viertausend Passagiere Kapazität hat.
00:27:01: Da haben wir tausend dreihundert Kroh an Bord.
00:27:03: Wir haben eine sehr, sehr gute Crew-Gastverhältnis, was aber wiederum dann an unserem Gesamtangebot liegt weil wir viel mit Service arbeiten weniger Selbstbedienung sondern tatsächlich sehr viel Service.
00:27:17: danach rechnet sich das.
00:27:18: Brauche ich mehr Kellner oder brauche Was auch immer.
00:27:22: Diese thousand three hundred bei so einer mein schiff sieben kannst du zu grob mal einordnen, wo sind die tätig?
00:27:28: Also sagt das schon in den
00:27:29: dreihundert und seventy-fünf wie gesagt sind so nautisch technisch dass fängt das ist logischerweise ganz ganz wichtig.
00:27:34: die maschine aber natürlich auch die brücke Die navigationen die kolleginnen und kollegen die das schiff bewegen Das ist ein großer teil.
00:27:45: Dann muss natürlich auch in diesem nautisch-technischen Bereich, das Schiff hat eine Klimaanlage.
00:27:50: Das Schiff hatte eine eigene Wasseraufbereitung von der Mülltrennung bis sonstigen.
00:27:55: Das sind alles Systeme die operiert werden müssen und das findet durch den... diesen Anteil von Kolleginnen und Kollegen.
00:28:03: Es wird mir
00:28:03: das auch klar, wenn ich dazu höre, weil ich dachte gerade hier so riesen Containerschiffel die werden ja teilweise mit fünfundzwanzig Leuten über den Atlantik gesteuert aber die haben eben
00:28:12: nicht... Die haben mich, die haben nicht die Fracht, die lebt wie unsere erfreulicherweise unsere Gäste.
00:28:18: und insofern gehört alles dazu vom Licht an machen bis hin zum Musik spielen, Entertainment-Bühnen bespielen überall muss Licht angehen.
00:28:31: Das ist nautisch technisch.
00:28:33: Da steckt eben wirklich eine Menge drin, aber auch ganz wichtig natürlich das Thema Klimaanlagen.
00:28:39: wie ist die Luft zuvor?
00:28:40: Welche Temperaturen kann ich regeln?
00:28:42: Was mache ich mit Wärme, mit überschüssiger Wärmen?
00:28:46: Wie kann ich die anderweitig nutzen?
00:28:47: Es sind hoch spannende Systeme, die wir da in Betrieb haben.
00:28:51: Wie Abwärme genutzt werden kann zum Beispiel um den Pool zu beheizen und dann haben wir eben nicht nur dass im Wasser sind, sondern wir haben auch selber logischerweise noch sogenannte Water Features an Bord.
00:29:04: Und was mein Schiff auszeichnet ist ein twenty-fünf Meter Pool so dass man tatsächlich auch Bahnen spimmen kann.
00:29:09: und dann haben wir noch mehrere kleine und das sind ja alles Bereiche die man eben betreiben muss und wofür es technisches Personal geben muss die all die sehen müssen das alles gut klappt.
00:29:20: das wird mittlerweile auch sehr sehr gut gemonitort, so dass man eben wirklich Einsparungen erzielen kann und was ich immer noch ganz besonders erwähnen es wert finde weil viele nicht wissen.
00:29:34: Man hat vielleicht auch noch die Idee ein Schifffett in den Hafen und Bunker hat nicht nur Treibstoff sondern Bunkert auch Frischwasser für eine gewisse Anzahl von Tagen.
00:29:43: Und wir produzieren sixundneunzig Prozent unseres Wassers selber über Umkehrosmoseanlagen.
00:29:48: Die an Bord sind eben Mini Entsalzungsanlagen wenn man so will und haben damit unser Frischwasser an.
00:29:54: Bords sind auch autark, sind auch.
00:29:56: somit können wir auch in Gegenden operieren wo wir jetzt nicht noch irgendwelchen Ländern die vielleicht schon unter Dürre leiden noch das Wasser wegnehmen.
00:30:05: Also da ist es ganz wichtig dass wir das selber können und nicht nur weil wer auf dem Ozean unterwegs sind wo wer auch mal durch Wetter, Kapriolen oder ähnliches braucht Diese Unabhängigkeit, aber es ist eben auch ganz wichtig das Püß können.
00:30:20: Und hier und da spenden wir dann auch Wasser... Auch das kann die Kreuzfahrt dann mal zurückgeben an die Destination wo man so unterwegs ist.
00:30:27: Sagen wir gerade noch die Thausend dreihundert Minus die Dreihundertfünfundsiebzig wie verteilen die Kolleginnen?
00:30:32: Dann haben wir Housekeeping, dann haben wir natürlich ganz viel im Bereich der Küche weil Kulinarek an Bord ist natürlich wichtig.
00:30:41: Auch da bietet eine mittlere Schiffsgröße, wie wir sie betreiben.
00:30:47: In der heutigen Perspektive sprechen wir von mittleren Schiffs-Größen.
00:30:53: Da haben wir es natürlich ganz, ganz viel auch in der Küche und dann natürlich der Bereich Reiseleitung.
00:31:01: Reise-Leiter die mit an Land gehen aber auch im Personal Training.
00:31:04: oder wir haben eine Entertainment Cast von rund vierzig Leuten pro Schiff.
00:31:09: also das verteilt sich dann sehr gut.
00:31:12: jetzt hat das gesagt von euch selbst direkt wie Cruises sind zwanzig fünfundzwanzig Kollegen.
00:31:19: Wo kommen die anderen alle her?
00:31:20: Also wie sieht da sozusagen das Geschäftsmodell aus.
00:31:23: Das ist weniger ein Geschäfts-Modell, es ist einfach der den Anfängen ein wenig geschuldet.
00:31:28: wir haben als Tuikwusis gegründet wurde.
00:31:32: Haben wir mit einem Service Provider namens SeaChefs, sie sitzen auch hier in Hamburg, die sich darauf spezialisiert haben Seepersonal auszubilden, die eben Service auf Schiffen tun von zwei... Unternehmern, die selber mal zur See gefahren sind und genau wissen auf was es ankommt.
00:31:50: Beide wenn wir nicht alles täuschen Hotel Background haben und da eine sehr gute Company aufgebaut haben.
00:31:56: Und für uns war's einfach so.
00:31:57: Wir sind dadurch dass wir in der Expansion waren und auch immer noch sind.
00:32:02: Es ist einfach gut das von Fachleuten machen zu lassen.
00:32:07: Die werden von uns gesteuert vom Headquarter aus aber wir haben da unabhängige Dienstleister uns den Hotelbetrieb durchführen.
00:32:18: Das findet in Abstimmung statt, wir geben natürlich an wie soll das Konzept aussehen?
00:32:22: Wie wird es umgesetzt?
00:32:24: Aber die Ausführung macht C-Shifts und insofern... Das ist unser zentraler Provider für alles was zum Beispiel Hotelcrew angeht.
00:32:34: dann arbeiten wir aber auch noch was Deck & Engine Crew angeht zum Beispiel mit Royal Caribbean zusammen unserer Mutterkampagne oder einem Teil der Mutter Kampagne, dass es verteilt ist ein sehr gutes Zusammenspielen.
00:32:49: Entsteht da so etwas wie eine gemeinsame Unternehmenskultur?
00:32:54: Das
00:32:55: kriegen wir gut hin!
00:32:57: Was meistens die Frage, die sich anschließt.
00:32:59: Deswegen kann ich sie auch gleich beantworten war jetzt die Entscheidung das extern zu machen getrieben davon dass man sagt man will da sparen.
00:33:09: Das ist nicht der Grund.
00:33:11: alle Gehälter ob Sie sind ausgehandelt mit den Gewerkschaften auch über den Service Provider und die ITF.
00:33:19: Es ist alles transparent und bekannt.
00:33:21: also da gibt es jetzt keinen.
00:33:23: das macht keinen Unterschied.
00:33:25: aber
00:33:25: Aber fühlt sich so jemand an der Tui Cruises irgendwie zu?
00:33:29: Wenn ich mir anschaue, dass wir absolut... Ich glaube das gelingt uns sehr gut.
00:33:33: Das gelingt auch weil wir eben ein tolles Team haben wie zum Beispiel unseren Vice-Präsidenten Dennis Wiechert, der das gesamte Mein Schiffprodukt steuert und alle die dann das an Bord leben.
00:33:44: Wir haben einen January Manager an BORD, der hat das eine Tui cruises Position, wir haben Kapitäne, das sind Tui crusis Position, Chief Engineers.
00:33:53: In der Maschine sind wir ein Environmental Officer, die nur einige zu nennen.
00:33:57: Die eben im Tuikus-Vertrag ausgestattet sind und die anderen über den Dienstleister.
00:34:03: Aber es gelingt in diesem Zusammenspiel sehr gut – und es gibt einen Gemeinschaftsgefühl!
00:34:09: Im wahrsten Sinne des Wortes alle nicht in einem Boot sitzen, sondern auf einem Schiff arbeiten.
00:34:16: Und die Ziele sind klar!
00:34:18: Wir sind sehr transparent indem wir sagen was wollen wir gemeinsam erreichen?
00:34:23: und wir erarbeiten auch gemeinsam mit den Dienstleistern das was wir der Crew anbieten möchten haben.
00:34:31: zum Beispiel sind wir eine der wenigen Redareien die es der crew ermöglicht auch Gästebereiche zu nutzen.
00:34:36: in ihrer Freizeit müssen lediglich Namen schicken tragen und jeder, der mal an Bord war wird das glaube ich bestätigen.
00:34:43: Da ist keine Zwei-Weltengesellschaft sondern das ist ein Miteinander.
00:34:48: und wenn ich mir dann noch anschaue wie viel wiederholer Crew wir haben die immer wieder zu meinen Schiff kommen aus allen Ländern dieser Welt dann würde ich sagen gelingt es sehr gut.
00:34:59: Ja spannend!
00:35:00: Sag mal noch einmal so aus Geschäftsmodell gucken, ich glaube ihr habt so fünfzig Prozent Wiederholungstäter im ganzen Füßchen.
00:35:08: Sie haben wirklich eine Menge.
00:35:10: Ich glaube das könnt sich so manche Hotel wünschen.
00:35:14: und jetzt sagt man in Deutschland sind es rund drei Millionen Kreuzfahrtreisende.
00:35:19: Ich glaub deine Einschätzung sind dass es so vierundhalb
00:35:24: ungefähr
00:35:24: wachsen wird also noch ganz schönes Potenzial eher gibt Und ihr habt über hundert Prozent Auslastung.
00:35:33: Hast du überhaupt was zu tun oder musst du eigentlich jetzt nur abwarten, dass es entsprechend gibt?
00:35:37: Also worin besteht noch die Herausforderung?
00:35:40: Die
00:35:40: Herausforderung ist ja jeden Tag da.
00:35:42: Es steht und fällt damit, dass wir eine Gäste zur Friedenheit erreichen, dass Gästen wiederkommen – egal in welcher Frequenz.
00:35:51: Das ist erstmal das A&O.
00:35:52: Da habt ihr
00:35:53: einen hohen Score, ich glaube der ist allgemein sehr hoch.
00:35:56: Der
00:35:56: ist all gemeint sehr hoch
00:35:57: aber
00:35:59: bei HAPPA-Gleut ist ein bisschen höher.
00:36:01: im Luxusbereich weil wir sind beim Einschiff sind wir auch um die neunzig dieses Jahr.
00:36:05: also wirklich hervorragende Werte.
00:36:08: Aber letztendlich ist es eben so Wir machen den Urlaub für unsere Gäste und da muss alle stimmen Und nun kann man auch nicht immer more of the same machen und immer weiter.
00:36:19: Es ist immer gut, bestimmtes zu erhalten aber muss sich darüber halt auch wieder immer neu erfinden und hinterfragen.
00:36:26: Was haben wir zu tun?
00:36:28: Wir hatten im Jahr zwanzig, fünfundzwanzig rund neunhunderttausend Gäste im ganzen Jahr auf den Schiffen unterwegs und da kann man sich vorstellen dass man eigentlich immer irgendwas zu tun hat die Crew auszubilden, die Ideen, wie wir haben tatsächlich weiterzuentwickeln.
00:36:49: Aber das dann auch an den Gast zu übersetzen und das Produkt kontinuierlich auf einem Level zu halten in allen Teilen der Welt.
00:37:00: Und da hat man natürlich dann auch mit Gästewünschen zu tun, mit absolut Berechtigten die ein bestimmtes Produkt am anderen Ende der Welt haben möchten.
00:37:10: Insofern ist es recht viel was im Tagesgeschäft anfällt um eben diese unbeschwerte Auszeit auf See zu ermöglichen.
00:37:21: und dass sich die Schiffe bewegen ist ein großer Vorteil.
00:37:25: das gibt uns eine Unabhängigkeit was an einem Ort fest ist.
00:37:31: Es bringt aber natürlich auch andere Herausforderungen, das sind immer wieder Anpassung wetterbedingt oder auch wie zuletzt geopolitisch.
00:37:41: Auch damit muss man dann umgehen und das ist das, was wir zu tun haben?
00:37:46: Dann haben wir auch zu tun weil...
00:37:49: Was mich da einhakt mit mir glaubst du, ich finde es immer sehr sympathisch wenn Unternehmen, das muss ja nicht für ewig sein, aber für eine gewisse Zeit so eine richtige Fokusgröße hat.
00:37:58: die Fokusgröße, wenn ich es jetzt richtig interpretiere ist Kundenzufriedenheit, Kundenzentrierung.
00:38:04: Es gibt ja gerade auch in der Industrie aber auch ob das Versicherung Dienstleistungen anderer Art sind Strategisch häufig aufgeschrieben aktuell den Wunsch oder den Anspruch Kundenzentrierter zu sein, Kundenorientierter.
00:38:18: Da ist man vom Anspruch häufig sehr weit weg.
00:38:20: was kann man vielleicht von natürlich Cruces eigentlich lernen?
00:38:24: Hinsichtlich wirklich gelebter Kundenzentrierung habt ihr dort Ja, ob man es jetzt gewohnhalten.
00:38:30: Rituale Denkmuster in Meetings oder also wie schafft man es?
00:38:35: außer dass man sagt irgens gibt irgendwie ein Stuhl da sitzt der symbolische Kunde drauf und den fragt man auch mal wieder welche Kniffel ist da?
00:38:41: Sonst nur okay mag.
00:38:42: Gibt's da irgendwas wo du sagen kannst?
00:38:44: Also das ist dabei einfach von zentraler Bedeutung.
00:38:47: Ja, ich glaube es fängt damit an dass wir unseren Kunden zuhören und nicht eben den... Es gibt nicht denen einen Gast.
00:38:53: Den man einmal im Jahr befragt und sagt was hätten sie?
00:38:55: Was hättest du dann gern?
00:38:57: Wie
00:38:57: macht ihr's so
00:38:58: praktisch?
00:38:58: Wir fragen sofort an Bord durch einen Fragebogen, digital oder auch in Papierform nach jeder Reise.
00:39:05: Da gibt es ordentliches Feedback zusammen.
00:39:09: aber wir machen natürlich eine Sentiment-Messung in dem Moment wo die Gäste da sind und dafür haben wir unsere Mitarbeitenden auf den Schiffen, die dafür ein sehr gutes Gefühl haben.
00:39:19: Wo ist eine gute Stimmung?
00:39:20: Wo ist ne Stimmung?
00:39:22: vielleicht mal eingetrübter und ähnliches.
00:39:25: Also vieles kann man ja auch gleich vor Ort regeln, wenn man feststellt also wo wir eigentlich am meisten Kritik dann haben weil wir wünschen nicht erfüllen können als wenn wir den Hafen nicht anlaufen können.
00:39:38: Das ist meistens tatsächlich aus Wetter.
00:39:40: Ist das Wetter dann der Grund?
00:39:41: Oder wenn schlechtes Wetter ist, geht die Stimmung auch mal ein bisschen runter.
00:39:44: Da haben die Kolleginnen und Kollegen an Bord schon Instrumente diese große... Mehr ist es eben kein Transportmittel, sondern es ist eigentlich der ganze Urlaubsort, der mit auf Reisen geht, der ab und an mal andockt um andere Regionen, andere Städte zu besichtigen, das ist ein Thema.
00:40:03: Eine
00:40:03: Customer Journey die ihr habt.
00:40:05: und gibt es da neuralgische Punkte wo du sagst achten wir ganz besonders drauf?
00:40:09: Ja es gibt immer die neuralgischen Punkte.
00:40:11: wo man auch immer sich wieder verbessern kann sind natürlich auch mit zunehmender Digitalisierung die mal besser mal schlechter funktioniert hat muss man auch sagen dass war ich glaube eine intensive journey.
00:40:22: das war ja als wir zusammengearbeitet haben das waren die Anfänge So und heute ist es einfach ein Muss, weil wir alle wollen irgendwie seamless reisen.
00:40:33: Wir wollen zwar alle auch noch hier unter den Menschen sprechen und nicht nur mit irgendwelchen Hotlines oder mit Bots kommunizieren aber in dem Moment wenn es nur darum geht von A nach B zu kommen oder auf einen Chip zu kommen dann soll das möglichst ohne Kontaktpunkte sein und möglichst treibungslos.
00:40:50: Und immer dann, wenn das und da gibt gab es unzu unterschiedlichen Phasen, unterschiedliche Projekte.
00:40:57: Man streckt den Check-in auf Zeiten um Ansammlung von vielen Menschen zu einem Zeitpunkt zu vermeiden und ähnliches.
00:41:04: Das ist aber auch abhängig davon wie reist der Kunde an?
00:41:07: Steigt er in Deutschland ein oder ist schon Flug vorgeschaltet?
00:41:10: also eben diese Customer Journey unterscheidet sich.
00:41:14: und ganz wichtig ist der erste Moment ich komme an Bord So, dann muss es irgendwie erstmal wirklich eine Willkommensatmosphäre sein und alle sind noch aufgeregt.
00:41:25: Man weiß nicht wer hatte schon ne stressige Anreise?
00:41:28: Wer ist ganz entspannt angereist?
00:41:30: Das sind so die ersten Und da gibt es ganz unterschiedliche.
00:41:34: das macht dann aber wirklich situativ das Schiff und das Schiffs die Schiffsleitung.
00:41:38: was kann man hier tun?
00:41:40: weil wir haben unterschiedliche Customer Journeys definiert Und das ist ja dann, wenn wir den Kunden schon an Bord haben und vielleicht noch mal so zudem wie wir messen neben dem Sentiment was von der Schiffsleitung geteilt wird.
00:41:55: Und dem Kundenfeedback schauen wir immer wieder und entwickeln auch Angebote weiter indem wir erkennen was fehlt.
00:42:02: wo müssen wir uns verbessern?
00:42:05: Damit hört man nie auf.
00:42:07: Es
00:42:07: gibt Dinge wo du dir manchmal denkst es kann doch nicht wahr sein sind wir da schon wieder dran?
00:42:13: Ach klar, das passiert immer mal wieder.
00:42:15: Also das ist halt auch gerne dann wirklich irgendwas was...
00:42:19: Was war das letzte Mal?
00:42:21: Dass irgendwelche Flüge gestrichen worden sind, kann keiner was für.
00:42:27: Und dann hat man halt irgendwie Gäste die auf einer Anreise sind unter Schiffentag zu spät erreichen entsprechend gut oder schlecht gelaunt ankommen und ähnliches.
00:42:38: so etwas gibt.
00:42:39: es gibt aber auch eben Themen.
00:42:40: dass man in einem Hafen einen Check-in System gerade mal ausfällt hatten wir vor Kurzem auch, dann war hier bei einem deutschen Hafen viel das Check-in System aus.
00:42:52: Da mussten alle – weil die Internetverbindung nicht gereicht hat!
00:42:57: Und dann mussten irgendwie zwei tausend Gäste ein bisschen länger warten und Schlange stehen.
00:43:02: Also es gibt's immer wieder, wir versuchen natürlich – was sich verändert hat in den letzten zehn Jahren – dass wir schneller und unmittelbarer kommunizieren können.
00:43:11: Da hilft die Digitalisierung total!
00:43:13: Wir waren auch im Jahr two tausenden Jahr schon die ersten, angeboten haben.
00:43:20: Und da haben wir relativ viel Geld für damalige Zeit investiert und hatten einen überschaubaren Nutzen kundenseitig, das hat sich heute verändert.
00:43:29: Heute wird eben genutzt dass wir Kunden schnell erreichen können in jeder Form der Krise und sagen Achtung es gibt eine Flugverspätung oder Der Hafen fällt aus aus Wettergründen und das sind die Alternativen.
00:43:41: Da haben wir viele in der Hand, haben wir viel gelernt.
00:43:43: aber das sind eben so Themen.
00:43:46: da wird man nie fertig permanent um die, um die Verbesserung.
00:43:49: Aber was glaube ich wichtig ist vielleicht nochmal zurück zu der, zu deiner Frage wie machen wir das?
00:43:56: Also wir messen es ganz, ganz wichtig und eben nicht zu sagen endgleich eins, der eine Gast sondern wirklich gucken wie ist der Gästemix Wer hat welche Erwartungen?
00:44:07: Und für einen, in der Ferienzeit machen wir logischerweise ein anderes Programm als in einer Zeit Ende November Anfang Dezember wo überwiegend Paare unterwegs sind ohne Kinder.
00:44:17: Also und da muss man einfach sagen Wir können heute viel viel zielgerichteter das Angebot aussteuern und was uns eben auch gelingt und dass ist ein großer Vorteil es ging damals auch aber wenn ich so zehn zwanzig Jahre zurück denke war's ja sehr viel schwieriger Spezialthemen auch im Marketing in einer Kundengruppe zugänglich zu machen.
00:44:40: Was meinst du damit?
00:44:41: Ich
00:44:41: meine, dass man eben sehr viel Aufwand betrieben hat um vielleicht eine sehr kleine Kundengruppen zu erreichen.
00:44:48: und da können wir durch die Personalisierung natürlich auch die uns das Marketing erlaubt.
00:44:54: Viel gezielter aussteuern.
00:44:55: und ich muss eben nicht sagen es ist das eine Schiff Was eben einen Urlaub bietet für Dreitausend Gäste, sondern oft von diesen dreitausenden Gästen gibt es unter dem Standen.
00:45:05: Völlig, dreißigvierzig völlig unterschiedliche Kundengruppen auf diesem Schiff und jeder findet ein Angebot.
00:45:13: Das heißt ihr habt auch für euch
00:45:14: eine ganze Menge Personas um einen Marketing-Sprech
00:45:17: zu benutzen?
00:45:18: Ja wir haben weniger.
00:45:18: über Personas machen wir jetzt gar nicht mehr.
00:45:20: Haben wir auch mal gemacht.
00:45:21: diese Phasen hatten wir auch.
00:45:22: das war eben auch so.
00:45:23: zwei, sechs und zwei, siebzehn haben sehr viel noch mit Personas gearbeitet.
00:45:27: heute sagen wir einfach wir wollen das was wir an Angebot haben möglichst allen zugänglich machen.
00:45:35: Jetzt sind noch in dieser Phase, was ist der beste Weg?
00:45:39: Wem steuer ich was aus.
00:45:40: Da sind wir auch nicht am Ende.
00:45:41: Insofern, da geht noch viel mehr.
00:45:44: Wir reden alle davon... Was
00:45:44: ist so der aktuell beste Weg selbst wenn ihr dann noch viel lernt?
00:45:47: Also was sind eure Learnings?
00:45:49: Ach
00:45:49: unsere Learning die sind unterschiedlich!
00:45:51: Der eine Kunde ist jemand der sich mit seinem Reisebüro vorher sehr stark auseinandersetzt.
00:45:57: Auch der reisevertrieb hat immer noch eine große Bedeutung.
00:46:00: absolut
00:46:01: es ist nicht alles digital eine Kreuzfahrt, dann doch für viele eben noch eine sehr besondere Reiseform ist.
00:46:09: Es ist nicht einfach mal das Wochenende der City Trip den ich mit drei Klicks schnell selber buche sondern... Hast
00:46:15: du ein Gefühl dafür wie viel Prozent macht über diese Art und Weise?
00:46:17: Ja
00:46:17: kann ich sagen wir haben einen über Vertriebswege, haben wir rund siebzig Prozent.
00:46:22: es ist Drittvertrieb und von diesen siebzig sind ungefähr ja oder sechzig Prozent ungefähr sind noch tatsächlich Reisemittler klassisch, die aber auch zum Teil über eigene Online-Portale verfügen und Hybridmodelle haben.
00:46:38: Und etwa zwölf Prozent kommen über online Portale.
00:46:43: Die meisten sind dann allerdings auf Kreuzfahrts spezialisiert.
00:46:45: Das heißt ja wenn ich es jetzt im Kopf richtig überschlagen habe ungefähr ein Drittel kommt tatsächlich noch über Reiseveranstalter, Reisebüro.
00:46:53: Also, dreißig Prozent machen wir direkt.
00:46:55: So wird es vielleicht deutlicher und siebzig Prozent ist Third Party wenn man so will.
00:47:00: Und davon ist etwa vom Gesamtumsatz in.
00:47:04: etwa zwölf Prozent sind online Anbieter.
00:47:08: Das andere sind Reisebüros, Reiseveranstalter aber eben auch nicht zwingend das Reisebüro sondern viele Reisebros haben.
00:47:15: mittlerweile sind selber Travelportreiseportale oder ähnliches oder haben eine Hybridauftritte.
00:47:22: Der eine ist eben so und geht in einen Reisebüro, was sich vielleicht spezialisiert hat auf das Thema Kreuzfahrten.
00:47:27: Davon gibt es eine ganze Menge die dann selber jede Schiff kennen und genau beraten können.
00:47:32: wo wird man leichter See krank oder wo vielleicht eher nicht?
00:47:37: Wo wird viel Wert auf Kulinarik gelegt oder wo ist es internationaler?
00:47:42: Oder wo ist das Entertainment besser?
00:47:44: Das sind wirkliche Experten.
00:47:45: da findet viel im Vorwegestart.
00:47:47: Die können dann auch sagen, welche Kabine ist für welchen Gästebund besonders geeignet.
00:47:53: Der eine möchte dicht am Fahrstuhl wohnen weil er vielleicht nicht mehr so gut zu Fuß ist.
00:47:56: der nächste möchte eher weiter weg der eine möchte nach hinten raus und andere nach vorne rausschauen und ähnliches.
00:48:02: also es gibt ja eine Vielzahl von Parametern die da rein spielen.
00:48:06: aber dann gibt es natürlich auch das Angebot wenn ich so an unser Fitnessangebot, das ist immer nach wie vor das was man am wenigsten vermutet.
00:48:14: Wenn man so Umfragen macht was passiert eigentlich auf einem Kreuzfahrtschiff?
00:48:18: wird immer noch genannt ich habe eher Sorge an Gewicht zuzulegen weil die kulinarische Vielfalt zum ständigen Essen verführt kann.
00:48:28: sie muss sie aber nicht denn wir betreiben zb die größten Fitnessbereiche auf Sie und haben auch alle Sehblick.
00:48:37: Man kann also trainieren und dabei aufs Meer schauen kann auch für deutlich günstigere Kosten als an Land Personal Trainer nutzen und ähnliches sich beraten lassen, eine Ernährungsberatung an Bord einholen.
00:48:51: Oder wir haben Trainer an BORD die für alle möglichen Sportarten halt wirklich eine Expertise haben was dann in so einem Urlaub verfestigt werden kann.
00:49:03: Aber das ist etwas, dafür würde man jetzt keine Kampagne machen.
00:49:06: Weil es vielleicht von drei tausend zweihundert Interessierte trifft.
00:49:11: so aber wiederum sind dass die an Bord kommen und sagen oh da bin ich jetzt aber das ist schön, dass sich das auch kombinieren kann.
00:49:18: in einem Familienurlaub kann ich trotzdem mein Special Interest tatsächlich erleben Und das spielen wir überwiegend Tatsächlich über die App aus oder über die Kundenkommunikationen Social Media Feeds, also ganz anders unterschiedlich.
00:49:34: Also das heißt Personas sagst du wäre ja dann im Grunde zu grob gerastet, so simpel mal jetzt übersetzt und dann nutzt ihr wahrscheinlich auch Social Media.
00:49:43: welche
00:49:43: Plattformen spielen da für euch eine substanzielle Rolle?
00:49:47: Also Facebook spielt immer noch ne große Rolle Instagram TikTok kommt
00:49:53: Tiktok
00:49:53: relativ spät, aber das liegt natürlich auch so ein bisschen an der Altersstruktur hat mittlerweile eine recht große Bedeutung.
00:50:00: Aber die großen Communities, die Main-Shift-Communities und die gibt es auf kundenseitig sind und da auch da lesen unsere Produktkollegen sehr viel raus aus dem was ... Das sind dann überwiegend Stammgäste, die da kommunizieren die eben genau wissen, was hat sich hier verändert und die auch nicht jede Veränderung will kommen heißen oder sagen wie schön feiern sondern sagen das alte besser da kann man auch noch mal ein sentiment rauslesen.
00:50:26: Und insofern kann man eben ist das produkt team dabei wirklich zu sagen wir haben diverse kpi's die gucken wir uns täglich wöchentlich an, also täglich auf den Schiffen.
00:50:38: Was sind so
00:50:39: die wichtigsten KPs, auf die ihr da guckt?
00:50:42: Ist das Thema der Nutzung der Bereiche dann?
00:50:45: wie ist die Teilnahmequote bei dem was wir an Angebot an Bord bieten wenn wir viel bieten und keiner geht hin.
00:50:52: Das ist ein ziemlich großer Indikator, dass was nicht stimmt.
00:50:56: Das sind sie unnatürlich.
00:50:57: auch Revenue KPIs von denen investieren ja teilweise auch auf den schiffen in Bereiche, dass wird zum Beispiel jetzt Schiffsklasse der Intuition-Klasse.
00:51:06: haben wir zwei Restaurants gebaut, die eine digital immersive Erfahrung bieten.
00:51:13: Das ist dann mehr als nur ein tolles Fünfgangmenü von Tim Rauer dem Sternekocher aus Berlin, sondern dabei wird auch noch eine Geschichte erzählt.
00:51:21: Es ist eine Kombination aus Entertainment und relativ viel in die Technik investiert Und das ist dann nicht Teil des Inklusivangebots, es geht dann extra.
00:51:31: Wenn man sowas in so etwas investiert und feststellt keiner geht hin.
00:51:34: also all diese Dinge schauen wir uns ständig an und können hier und da verbessern.
00:51:39: aber es ist eben auch wie erreichen wir den Kunden?
00:51:42: Und wenn man viele Stammkunden hat oder auch viele Interessenten und die auf uns zukommen, ihre Interessen teilen.
00:51:50: Dann kann man natürlich auch noch mal ganz anders in den Dialog gehen.
00:51:53: Hat sich das Nutzen- oder Kundenverhalten in den letzten zehn Jahren eigentlich irgendwas deiner Sicht verändert?
00:52:00: In eurer Branche ist es recht konstant.
00:52:03: Also ich glaube, es fängt damit an dass die Hauptmotivation an Bord zu kommen ist tatsächlich zu entspannen.
00:52:12: Das ist das Thema Urlaub, ich möchte irgendwie möglichst alles abgeben und ein rundum sorglos Paket.
00:52:18: Und wenn man da auch nochmal in die Freizeitforschungsanalysen der letzten dreißig Jahre schaut, das war nie anders.
00:52:26: Klar es gibt immer ein Thema mal entdecken und wirklich selbst Rundreisen zu machen ist auch eins.
00:52:35: aber dass das übergeordnete Motiv war immer das Thema Entspannend.
00:52:39: so jetzt haben wir die Möglichkeit mit der Kreuzfahrt beides zu kombinieren also sowohl eine ganz entspannte Atmosphäre zu bieten aber eben auch entdeckend an Land.
00:52:50: Und was sich verändert hat, würde ich sagen sind eher die Kundengruppen.
00:52:55: also während die Kreuzfahrt vor zwanzig Jahren.
00:52:57: Die zahlt jetzt nicht mehr genau im Kopf.
00:52:59: in Deutschland war das Durchschnittsalter, glaube ich bei um die sechzig und mittlerweile ist es bei fünfzig also wird jünger weil das Angebot breiter wird durch unterschiedliche schiffe durch unterschiedlichen konzepte eben auch bezahlbarer für jeden und damit auch tatsächlich junger und ist eben nicht mehr und ihm nicht mir des traumschiffbild wo man abends im smoking oder am Abendkleid sitzen muss und muss oder darf.
00:53:24: Das ist ja frage der perspektive sondern dass eben alle ihren Urlaub erleben können und das führt schon zu einer Verjüngung.
00:53:33: Und was wir sehen, also was sich ein bisschen verändert, dass wir mehr Familien sehen die an Bord kommen und entsprechend werden auch die Familienangebote immer stärker ausgesteuert.
00:53:43: Wir haben jetzt gerade ein neues Icon eingeführt für unsere Schiffe, haben einen Fini kreiert um eben auch da immer wieder etwas Neues zu machen.
00:53:54: Also vielen Dank.
00:53:55: Man kann sich jetzt zumindest gut vorstellen, wie das Geschäft organisiert ist läuft.
00:54:00: Lohnt es sich eigentlich für uns über Strategie zu sprechen?
00:54:04: Strategie heißt ja auch immer ich gehe irgendeine Wette ein und wenn ich jetzt zur letzten Emische Weißenbacher, CEO von Mann & Thumbeln und die Filter für Automobil sagen hey die Wette ist das können wir auch im Life Science and Environment und filtern nicht nur Öl- und Wasser am KFZ sondern eben Luft Wasser auch in ganz anderen Bereichen, eine echte strategische Wette.
00:54:27: Ne, haben wir so eigentlich nicht weil im Grunde ich glaube ihr habt jetzt Schiffe beauftragt für zwanzig dreißig einunddreißig noch zwei die kommen und die kriegen wir halt auch voll und bis dahin haben wir sowieso hundert Prozent Auslastungen kümmern uns dann um Operational Excellence Kundenzentrierung ZZ widerspricht mir.
00:54:47: Wir sind davon überzeugt, dass der Markt da ist sonst würden wir die Schiffe nicht bauen.
00:54:52: also das ist ganz wichtig und dass wir einiges tun müssen um eben die Schiffe immer auch gut zu füllen, das versteht sich von selbst.
00:55:04: Da könnten wir jetzt über Marketing und Zeltstrategien können wir auch lange sprechen ist aber nur ein Teil.
00:55:10: ansonsten gebe ich dir schon recht dass übergeordnete Ziel oder die übergeordnete Strategie ist für Betreiben Kreuzfahrten und wir betreiben Schiffe haben Wir sind eine Relerei betreiben schiffe in unterschiedlichen Segmenten.
00:55:22: Das es gesetzt wird sich nicht ändern.
00:55:25: wo wir natürlich investieren und wo wir auch hier und da mal wetten eingehen ist in dem Moment, wenn wir du sagst es ist dreißig oder einunddreißig gehts weiter mit Neubauten.
00:55:37: Diese Schiffe haben wir letztes Jahr beauftragt so zwanzig, fünfundzwanzig für einen Schiff was sechs Jahre später kommt da das der eine oder andere, der wenig mit diesem Markt zu tun hat könnte sagen es ist vielleicht auch eine Wette.
00:55:53: Das glauben wir nicht weil wir eben sagen der Markt wird das hergeben und das Potenzial ist da und letztendlich sind die Schiffe beweglich.
00:56:02: Selbst wenn ein Quellenmarkt irgendwo etwas passiert, ist das tatsächlich schon mal gesetzt.
00:56:10: War aber ein wichtiger strategischer Anker für uns, den wir letztes Jahr eben gesetzt haben und wir möchten da weiter machen.
00:56:17: Vielleicht noch einmal einen ganz kleiner Einschub?
00:56:19: Warum ist das so?
00:56:21: Warum mussten wir, dass wir dann noch mal ein Schiff bekommen?
00:56:27: Und auch das Schiff, was wir dieses Jahr bekommen haben die Mein-Schiff-Flow.
00:56:32: Das haben wir in den letzten Jahren bestellt.
00:56:35: Also eben entsprechend lange Vorläufe nicht weil es so lange braucht einen solche Schiff zu bauen sondern ganz schlicht der Tatsache geschuldet dass die Orderbücher der Werften voll sind Und ganz, ganz wichtig und was kaum jemand weiß.
00:56:48: Siebenundneunzig Prozent des Kreuzfahrtschiffbaus passiert in Europa also ein wirklicher... Wirklich ein wichtiger Wirtschaftszweig hier in Europa.
00:57:00: Das ist die Fincantieri in Italien, das ist die Meierwerft hier in Deutschland und in Finnland.
00:57:05: Und es ist San Jose, er ist Chantiers Atlantique in San Jose an Frankreich – und das ist es!
00:57:11: Die bauen siebenundneinzig Prozent aller Schiffe.
00:57:14: In China wird bisher recht wenig gebaut und nach meiner Kenntnis auch ausschließlich für den chinesischen Lokalmarkt.
00:57:22: Und all das, was an Innovation in diesen Schiffen steckt ist eben wirklich ein europäisches ganz ganz wichtiger Teil und die Kreuzfahrt sind vielen Bereichen der Innovationstreiber für die Schifffahrt.
00:57:37: Die Kreuz Fahrt hat schon angefangen oder sogar schon früher sogenannte Scrubber-Abgaswäsche einzubauen um die Luftemission wenn man das mal so Vereinfacht ausdrücken wir die Schwefeloxidemission und die Stickoxid-Emission in den Städten, die Luftreinhaltung zu gewährleisten.
00:57:55: Hat die Kreuzfahrt eingebaut betrieben?
00:57:59: Hat in Katalysatoren investiert hat viele Dinge oder eben Wasseraufbereitungsanlagen all das was in der Handelsschifffahrt die volumenmäßig deutlich größer ist es gibt jetzt etwas mehr als vierhundert Kreuz fahrtschiffe weltweit aber rund sechzig bis achtzigtausend handelschiffe hat Landstrom die Schiffe so ausgestattet, dass man Landstrom nutzen kann.
00:58:23: Auch das haben wir schon gemacht, alle Schiffe zum Beispiel vor ausgerüstet und es hat dann aber eine Weile gedauert bis bis wir es auch wirklich nutzen konnten, weil eben die Landstromanlagen noch nicht so weit in den Häfen was ja auch dazu dienen soll.
00:58:40: Die Emissionen in den Häfen zu reduzieren, weil das die Landstromanlagen schlichtweg nicht gab.
00:58:45: Das wird nach und nach besser da ist aber noch eine Menge zu gehen.
00:58:48: also insofern haben wir tatsächlich auf dem Punkt Nachhaltigkeit den wir eben seit zwanzig vierzehn oder schon früher, als wir die Neubauten beauftragt haben wirklich mit in unserer Strategie verankert haben zu sagen Wir sind.
00:59:02: Wir machen Urlaub für Menschen.
00:59:04: Wir fahren in Gebiete, die Urlaubsregionen sind und da wo wir unterwegs sind.
00:59:09: das wollen wir erhalten.
00:59:10: Das können wir also nicht irgendwie zusätzlich oder wollen denen den Impact so gering wie möglich halten.
00:59:16: Das heißt wir investieren in Umwelttechnologie.
00:59:18: Und das haben wir eben schon sehr frühzeitig getan.
00:59:21: Und da geht man auch hier und da mal eine Wette ein, in die man sich mit den langen Vorläufen auf ne Antriebsart festlegt.
00:59:30: In der Hoffnung dass es dann auch so klappt.
00:59:32: aber da kann ich ein positives Beispiel liefern Für die Minecraft Relax und die Minecraft Floh, die wir in dem Jahr haben, haben wir uns für einen sogenannten Dual Fuel Antrieb entschieden.
00:59:43: So dass wir unterschiedliche Kraftstoffe nutzen können.
00:59:46: Das ist eine Brückentechnologie.
00:59:47: aber wir sind diesen Sommer komplett mit Bio-LNG unterwegs womit den CO-Footbrind eben signifikant um rund achtzig Prozent mit dieser Nutzung von BioLNG tatsächlich reduzieren.
01:00:00: Das reicht alles noch nicht, damit wird man nie fertig sondern das ist eben das übergeordnete Ziel der werden wir immer dran bleiben.
01:00:09: aber da fließen schon Millionen in Ausstattung von Schiffen die man nicht immer gleich von Tag eins nutzen kann.
01:00:17: Wir haben auch ein anderes Beispiel.
01:00:18: wir waren auch sehr stolz dass wir was wir in der Pandemie bei der Meierwerft in Turko gebaut haben.
01:00:26: Jetzt wird das noch vorausgerüstet für den Metanolbetrieb.
01:00:31: Grünes Methanol hat dann noch bessere Werte perspektivisch als Bio-LNG.
01:00:36: Dazu müsste es allerdings auch verfügbar sein in möglichst vielen Häfen und das auch zu einem Preis, dass das ganze Sinn macht.
01:00:43: Auch da haben wir die Investitionen getätigt und dann geht man eben zum Teil wirklich diverse bürokratische Runden und haben aber letzte Woche die erste Bebunkerung im Kiel dafür erfolgreich abgeschlossen, dass man zumindest für einen Teil der des Schiffsbetriebs grünes Metanol nutzen kann.
01:01:04: Wenn dann irgendwann die Verfügbarkeit gegeben ist, können wir nachrüsten und also das sind so die Wetten, die wir dann durchaus auch eingehen.
01:01:11: Das ist das eine.
01:01:13: Und was natürlich auch ein Thema ist – Die Schiffe sind zwar gern auf See und es gibt nicht schöneres und berühmteres als oft auf den Horizont zu gucken, von seinem Balkon aus.
01:01:24: Aber wir leben natürlich auch davon und unsere Gäste möchten Regionen entdecken – das heißt, wir fahren in Häfen!
01:01:30: Und auch da müssen wir natürlich schauen, dass wir mit den Häfen und mit den Destinationen die Customer Journey dann in der Destination so weit mitdenken, dass es für alle tatsächlich ein gutes Erlebnis ist.
01:01:46: Das wäre
01:01:47: jetzt auch eine meiner Rückfragen gewesen.
01:01:48: Also ich sehe... Also zwei Dinge, die euch das Geschäftsmodell vielleicht ein bisschen ramponieren können.
01:01:54: Eines ist wahrscheinlich das was du gerade ansprichst... Amsterdam, Venedig.
01:02:00: Es gibt ein paar Städte ich bin ja nicht
01:02:02: die jetzt
01:02:02: sagen hey over Tourism wir wollen das rengulieren.
01:02:05: welche städte machen es wirklich?
01:02:10: Kann ich dir auch gerade gar nicht so genau sagen weil das auch zum teil Initiativen sind aus Hafenstädten.
01:02:16: manchmal ist es tatsächlich reguliert.
01:02:19: zb Palma hat einen festen Plan und und gibt vor wie viel Kreuzfahrtschiffe anlaufen können.
01:02:25: dass es aber gemeinsam mit den unternehmen gestaltet worden ist.
01:02:29: begrüßen wir auch.
01:02:30: Es ist sehr sinnvoll, du Brovnik hattest auch... Das
01:02:32: heißt wenn Palma so etwas macht?
01:02:34: Ist es nicht so das bei euch das Geschäftsmodell wirklich beeinflusst?
01:02:39: Nein am Ende ist es ja so, es ist eine Planungsfrage und lederhaft muss ich entscheiden können wir Kreuzfahrtschiffe tatsächlich, können wir das wollen wir das?
01:02:49: haben wir die Hafeninfrastruktur dass wir Schiffe hier anlegen lassen können und können wir dann auch an Land einen entsprechenden ein entsprechendes Erlebnis bieten.
01:03:00: Damit fängt das Ganze mal an und dann gibt es natürlich in den Hafenstädten oder in den Regionen unterschiedliche Interessen, was wir viel mehr sehen ist weniger ausschließlich Kreuzfahrt sondern eher ein europäisches Thema.
01:03:18: Dass man natürlich zu bestimmten Zeiten, das sind in der Regel ist es die Sommersaison wenn die größte Reiseintensität in ganz Europa oder auch weltweit hat wir haben nun mal Sommerferien sind ist die Zeit wo die ganze Welt aufreisen ist und wo es sich bald und wo's dann darum geht halt diese Gästeströme besser zu steuern.
01:03:38: und was wir alles nicht vergessen dürfen, all das was wir tun.
01:03:41: Aber da lebt ja auch noch eine Einheimische die das vielleicht nicht so gut finden weil es einen Einfluss hat auf ihren Alltag.
01:03:50: und da ist es weniger ob da jetzt Gäste von einem Schiff oder Tagestouristen durchlaufen sondern das sind eher die Effekte dies auch hat dass wir alle Global Citizens geworden sind wohlhabendere Menschen auch in Südeuropa sich eine Wohnung mieten und dann vielleicht dreimal im Jahr kommen.
01:04:09: Das ist ein ganz, ganz vielschichtiges Thema.
01:04:11: aber unabhängig davon es geht jetzt auch nicht dass ich das von der Kreuzfahrt wegreden will sondern es geht eher darum dass wir sagen wir müssen mit den Häfen rechtzeitig in den Austausch gehen.
01:04:20: was tun wir haben?
01:04:22: die Fahrpläne entstehen drei bis vier Jahre voraus.
01:04:26: grob wissen wir sogar jetzt schon wo wir unsere Schiffe einsetzen wollen von der Schiffsgröße bis zudem die Wertschöpfung, die dann im Hafen entsteht mit den... lokalen Anbietern eben in der Regel komplett planen.
01:04:41: Das ist nicht überraschend, dass am nächsten Donnerstag zwei tausend Gäste sich Mallorca anschauen wollen und dann kann man ja auch steuern und kann sagen wer geht nach Palma?
01:04:51: Wer geht ins Museum und ähnliches.
01:04:54: da erfahren wir eigentlich eher von den Destinationen eine positive Rückmeldung weil Kreuzfahrtgäste überproportional für Erlebnisse ausgeben.
01:05:06: Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Zeit im Hafen etwas begrenzter ist als wenn man jetzt eine Woche Zeit hat sich eine Stadt anzukonken.
01:05:13: dann streckt man das und ansonsten passiert das Komprimierter.
01:05:17: sehr viel mehr Kultureinrichtungen werden besucht und das sind eben alles die Themen die wir messen können und wo wir die Angebote auch aussteuern.
01:05:26: aber natürlich haben heute Reisende Reisen anders als mal vor zehn Jahren, wo irgendwie eine große Mehrheit gesagt hat.
01:05:35: Ich möchte erst einmal den ersten Eindruck vielleicht mit der Panoramafahrt wirklich im Bus.
01:05:39: Da ist heute sehr viel mehr Eigeninitiative gefragt.
01:05:42: Der eine möchte es mit dem Fahrrad machen und der nächste mit einem geführten Stadtrundgang und der eine nur mit seinem Device.
01:05:50: Der nächste möchte hinter die Kulissen eines Restaurants schauen oder shoppen gehen und all diese ganzen Ausflüge tatsächlich anzubieten.
01:06:00: Mh.
01:06:00: Das sind die großen Vorteile, die wir heute haben.
01:06:03: Und das ist ein bisschen das mit den vielen Interessen.
01:06:07: Das bietet natürlich auch wiederum in einer Destination viel Möglichkeit für auch kleine Anbieter, die früher nie die Chance gehabt hätten zu sagen ich mache jetzt jeden Dienstag für zwanzig Leute öffne ich meine Küche und koche mit denen nur um einen Beispiel zu nennen oder für die in eine Manufaktur wo vielleicht ne Tasche genäht wird.
01:06:27: Das wäre sehr stark vom Zufall abhängig gewesen.
01:06:32: Und das heute mit Social Media und der Aussteuerung an bestimmte Kundengruppen, das funktioniert dann wiederum ganz gut.
01:06:40: Siehst du in Summe eine Gefahr nicht nur für die Kreuzfahrtsbranche sondern den Tourismus in Summel bezogen auf diesen Overtourism weil auch gerade die Städte mithelfen entsprechend.
01:06:52: Oder sagst du, naja versteh ich?
01:06:55: Ja man muss das ernst nehmen.
01:06:58: Ich kann ja nicht sagen es ist totaler Quatsch wenn eben die Wahrnehmung... Glaubst
01:07:02: du das nimmt noch weiter zu?
01:07:04: Ich glaube wir erleben das ja nicht nur im Tourismus sondern extreme Wahrnehnemung wo wenig Fakten ob sie nicht bereitgestellt werden oder konsumiert werden das vermag ich jetzt gar nichts zu sagen.
01:07:18: Damit muss man sich auseinandersetzen.
01:07:20: Deswegen ist es auch immer schwer zu sagen, wo habe ich jetzt wirklich eine Initiative Anti-Cruise oder Antitourismus?
01:07:26: Oder wo ist es vielleicht auch eine relativ kleine Gruppe die eine Öffentlichkeit bekommt was dann wiederum... als Mediapick in der ganzen Welt landet und wo die Wahrnehmung vor Ort dann gar nicht so groß ist.
01:07:42: Das wird immer schwieriger, das zu unterscheiden.
01:07:44: aber was wir tun können als Anbieter dass wir wirklich mit allen lokalen Behörden eben auch mit den Einheimischen in den Dialog gehen und sagen was wollt ihr?
01:07:53: Und ich glaube, es wird nie diese eine Lösung geben.
01:07:56: Man sagt jetzt sind alle zufrieden aber was wir tun können ist eben wirklich durch ne langfristige Planung und durch eine Steuerung von dem was wir an Gästen bringen In der Regel im Einklang eben mit den Destinationen kann es eigentlich nur für alle gut sein.
01:08:10: und die Wertschöpfung, das muss ich noch mal sagen.
01:08:12: Weil auch da gibt's ja so alte Wahrnehmungen und Narrative dass die Kreuzfahrtgäste in den Destinationen gar nichts lassen was totaler Quatsch ist.
01:08:20: also weil selbst das Anlegen Die Parkgebühr ist bei einer Schiffsgröße wie von Mein Schiff liegt schon im Mittelwert zu bei hunderttausend Euro Für einen Tag Und davon und all das was dann noch dazu kreiert wird groß.
01:08:36: Und beim Mainzschiff habe ich jetzt gerade gestern noch mal reingeguckt, haben wir so pro sieben-tägige Reise um und bei zweihundertachzig Euro pro Person Ausgaben für Landerlebnisse.
01:08:48: Das landet unmittelbar in den Communities, in den Hefen wo wir hinfahren.
01:08:53: So das wird jetzt den Anwohner der in dritter Reihe irgendwo wohnt nicht interessieren, weil er sagt was habe ich davon.
01:09:01: Also und das ist wiederum das wo dann die Destinationen auf den Plan gerufen sind zu sagen wie kommunizieren sie?
01:09:07: Und wie orchestrieren wir das dann wirklich da?
01:09:12: Da sind wir gerade erst am Anfang.
01:09:13: Das kann nur besser werden, aber das ist ein Thema von eben tatsächlich vom Volumen-Tourismus.
01:09:20: Andererseits wenn das Reisen nur für einige wenige möglich ist, wie säge die Welt dann aus?
01:09:26: Also das möchte ich jetzt auch nicht mutenmaßen.
01:09:30: Du lass mal vielleicht in den letzten so zwanzig Minuten nochmal gucken auf das Thema Führung ledersche Kultur.
01:09:37: Ihr seid ja echt durch ganz In sehr kurzer Zeit durch unglaublich intensive Phasen gegangen.
01:09:44: Du bist seit ... ... am Start, zwanzigzwanzig Corona was wahrscheinlich du kannst vielleicht gleich das ein bisschen einordnen zu einem Geschäfts-Einbruch geführt hat.
01:09:54: Wie seid ihr damit umgegangen?
01:09:56: Seid dann im Grunde in den Tal gegangen und habt jetzt ... ... vierundzwanzige, fünfundzwansich, sechsundzwannzig glaube ich ... ... Vierzigfünfzig Prozent Gewachstum hingelegt.
01:10:08: Sagt doch mal, wie meistert man Krisen dieser Art?
01:10:10: Also wirtschaftliche Krisen.
01:10:13: Wie managest man Wachstum und wo kommt's da drauf an?
01:10:16: Und dann vielleicht eben auch akute Krisen die Iran-Krise.
01:10:21: zwei Schiffe von euch steckten fest Manche Passagiere irgendwie drei vier Wochen und die ganze Crew glaube ich noch einmal ein Monat länger aber vielleicht eins nach dem anderen.
01:10:31: Wie ist so ein Krisenmanagement?
01:10:32: was passiert da eigentlich bei euch?
01:10:36: Wie seid ihr damit umgegangen?
01:10:39: Wir hatten ungefähr von Januar an, ich glaube es war Anfang Januar wo das erste Mal berichtet wurde auch in Deutschland.
01:10:48: über ein Virus in China.
01:10:51: Und wir hatten zu dem Zeitpunkt einen Schiff in Asien, in asiatischen Gewässern und waren dann damit schon in Kontakt und haben gesagt wie müssen wir uns vorbereiten?
01:11:00: Das machen wir mit Royal Caribbean zusammen da gibt es auch dort noch mehr Schiffe in der Region hatten und haben einmal gesagt was bedeutet das?
01:11:09: muss man doch einmal vorausschicken dass Kreuzfahrtschiffe, die eben Urlaubsorte sind auf Reisen haben natürlich auch sind vorbereitet auf tatsächlich auch auf Virus Erkrankungen an Bord und ähnliches.
01:11:23: Also alles was an Land passieren kann, kann auch auf einem Schiff passieren.
01:11:26: Und insofern gibt es dafür aber eben auch sehr viel mehr Präventionspläne als in anderen Reiseformen wo man vielleicht nur in einem Hotel ist.
01:11:34: Insofern haben wir anhand dessen einmal abgefragt Was hat das für eine Bedeutung?
01:11:39: Für Gru, für sonstiges können wir Landgänge noch ermöglichen.
01:11:43: auf was muss man aufpassen.
01:11:45: Damals musste man relativ wenig, was wir im Januar schon gemacht haben, dass wir deutlich mehr Masken verteilt haben auf der Schiff und da waren wir noch der Hoffnung, dass es eigentlich nur darum geht das eine Schiff aus Asien in sichere Fahrwasser nach Europa zu bekommen.
01:12:07: und dann ist das Thema schon durch.
01:12:08: Und haben die Gesundheits- und Hygienemaßen an Bord hochgefahren, einen anderes Level gewählt?
01:12:15: Dann haben wir es gut gemanagt.
01:12:16: Und dann sind wir eigentlich.
01:12:18: von Woche zu Woche hat uns die Krise kamen sie näher wie auch hier in Deutschland es dann jeden ereilt hat.
01:12:25: Wie viel
01:12:26: Schiffe hatte dir zurzeit im Betrieb?
01:12:28: Zu der Zeit hatten wir sieben Schiffe im Betriebe Und insofern war es dann so, dass wir uns mit einem... Wir haben auch das übt man natürlich regelmäßig.
01:12:40: Wir haben ein Emergency Response Team und wir trainieren regelmäßig alle möglichen Vorfälle von großer Lage, kleiner Lage mit einem Krisenteam was dann halt aktiviert wird.
01:12:56: Das machen wir erfreulicherweise.
01:12:58: Insofern ist man... Es war auch eine der ersten Übungen, die ich im Jahr Zwei-Tausend-Fünfzehn gemacht habe.
01:13:05: Wie läuft eigentlich so eine Krise ab?
01:13:07: Auch für mich als Geschäftsführerin.
01:13:09: Das ist dann meine Rolle und so weiter und sofort.
01:13:13: Und das Erste was ich da lernen musste, dass es wichtig, was ich lernen musste lernen durfte.
01:13:17: Dass es wichtig ist einen guten Prozess zu haben.
01:13:20: Und dass man sich als Geschäftshörer zurück nimmt sondern erst mal die Experten machen lässt sich da wirklich zurücknimmt, um auch nicht eine Beeinflussung zu geben.
01:13:30: So nach dem Motto O Da ist jemand, der vielleicht möglicherweise nur das kommerzielle Interesse im Kopf hat und er wird zu einer anderen Entscheidung möglicherweise tendieren als wenn es nachher ein Expertenbasierte Entscheidungsfindung gibt.
01:13:44: Situationen wo es die Schwergefallen ist in der Corona-Krise?
01:13:47: Nee gar nicht!
01:13:48: Also in der Coronakrise gar nicht.
01:13:51: nein weil da war's einfach dann angezeigt dass wir... Wir haben ja als Team wirklich hervorragend zusammen gearbeitet.
01:13:58: In der Rückschau kommen mir vor, als wäre es viel länger her und einerseits und andererseits sind viele Momente auch noch präsent.
01:14:06: Und wo man dann eben sehen kann wenn es einen bestehenden Prozess gibt, wird der ausgerollt auf alles.
01:14:16: Ja, fast so wie im Autopiloten.
01:14:18: Da gab es nur noch Krise und man war dann eben sehr fokussiert auf das was dann anstand.
01:14:23: Und für uns zählt immer wir haben die kostbarste Fracht wenn man so will.
01:14:28: Wir arbeiten mit Menschen und insofern bis nun die Reisenden sind oder eben die Vielzahl an Crew, die auf den Schiffen ist.
01:14:35: Und da dem Gebot folgend ist es dann runterdekliniert.
01:14:40: und dann haben wir eben gesehen und gesagt das erste Priorität ist Wir müssen alle möglichst so schnell wie möglich zurückkriegen.
01:14:47: Wo waren die sieben
01:14:51: Schiffe in der Karibik?
01:14:52: Es war auch ein Schiff in den Emiraten.
01:14:56: Es waren Schiffe im Mittelmeer auf den kanarischen Inseln und so weiter.
01:15:02: Und in Asien, also die waren alle gut verteilt.
01:15:07: Ja was haben wir dann?
01:15:08: Hast du einen Zeitraffer mal, zwanzig-zwanzig startete ja die Nummer und ging ja mal mindestens bis zweundzwanziger.
01:15:13: Ja
01:15:14: wobei für uns gab es Zwischenschritte.
01:15:17: Die ersten sechs Wochen waren wirklich sehr intensiv um zu sagen jetzt müssen wir alle akute die Schiffe irgendwie wirklich... und dann sind wir in einem sogenannten In eine Phase gegangen, dass wir auch einen Großteil der Kruh nach Hause geschickt haben.
01:15:29: Anfang haben wir ja immer noch gedacht vielleicht ist wie lange die Krise?
01:15:32: Sind es zwei Wochen?
01:15:33: sind das drei Wochen?
01:15:34: Es gab ja unterschiedliche Prognosen.
01:15:35: irgendwann war klar so im März das wird sich ziehen.
01:15:39: also haben wir dann gesagt Wir fahren alles runter auf eine Minimumbesatzung und haben die Schiffe fast alle Schiffe in der deutschen Bucht aufgelegt mit einer Besatzung an Bord, die eben sich selber versorgt haben und natürlich auch dafür gesorgt haben, dass die Schiffe gut in Schuss bleiben.
01:15:58: Das heißt wir hatten dann sieben Tui Cruises Geisterschiffe hier?
01:16:01: Ja da waren immerhin noch Juhu als Achtzig Krom-Mitglieder an BORD und das war jetzt das abgearbeitet worden und da waren wirklich das Waren Hürden, die wir hatten weil es ja ein weltweites Reiseverbot gab.
01:16:14: wo kriegt man jetzt den Genehmigung her?
01:16:17: Flugkapazitäten selber besorgt mit unserer wahnsinnig tollen Flugabteilung, die sehr schnell Charterflugmöglichkeiten herangeschaft hat und haben die Gäste dann halt ... alle sehr schnell, tatsächlich wirklich sehr schnell wieder zurückgekriegt und die Crew dann auch zum Teil crew gehabt, die wir nicht nach Hause kriegen konnten.
01:16:37: Weil ich glaube es war Maurizius und das war Honduras.
01:16:40: Die haben ihre eigenen Landsleute nicht mehr aufgenommen, die haben wir hier in Deutschland versorgt.
01:16:45: also da gab ganz viele interessante Ausprägungen Fast ein Konsularbetrieb gehabt.
01:16:52: Wir haben dann einen Officer definiert, der eben ausschließlich diese ganzen Gespräche mit den unterschiedlichen Ländern führt.
01:17:01: wie schafft man es irgendwie trotz geschlossener Grenzen Landsleute wieder in ihre Heimatländer zu kriegen und ähnliches?
01:17:07: Und die entsprechenden Genehmigungen zu bekommen.
01:17:09: Jelles Land hat auch andere Hygieneauflagen.
01:17:12: wir waren dann alle relativ schnell Experten im Sinne von Wie testen wir, was bedeutet das Ergebnis?
01:17:20: Wie kriegen wir Unterbrechungen von Ketten hin und ähnliches.
01:17:23: Und als dann irgendwann eine gewisse Ruhe eingekehrt ist dass die Schiffe sicher in der deutschen Bucht waren oder die Hapak-Schiffe waren im Bremen oder auch einslag hier in Hamburg an der Pier und wir gesagt haben okay dann müssen wir mal schauen wie geht es jetzt weiter?
01:17:42: Ich würde so sagen, das war Mitte Ende April.
01:17:46: Also hat man doch auch Monate gebraucht?
01:17:48: Es hat ungefähr sechs Wochen.
01:17:50: Anfang März war klar, dass die Welt zum Stillstand kommt und dann waren das vier bis sechs Wochen, bis wir den Status erreicht hatten.
01:18:00: Im Parallel hatten wir natürlich hier in Hamburg zu dem Zeitpunkt vierhundertfünfzig Mitarbeitende, die alle um ihre Jobs banken und natürlich von dem es geht nur noch oben ein Schiff nach dem anderen in Dienst gestellt.
01:18:13: Und jetzt anstatt Kunden einzubuchen buchen wir aus auch eine große Last in den Bereichen Customer Service oder auch in der Buchhaltung, die halt alle mögliche Vorwärtsgänge rückabwickeln mussten inklusive Erstattung der Kundengelder.
01:18:28: Der Finanzbereich Frank Kuhlmann habe ich schon erwähnt war damit beschäftigt, die Liquidität zu erhalten.
01:18:34: Und da waren wir sehr schnell und haben sehr schnell Kurzarbeit eingeführt und haben irgendwie auch da ... Wo für die
01:18:42: ganze Zentrale in Hamburg?
01:18:44: Für alle, die nicht wirklich... Es gab ja diverse Bereiche wie jemand einen Schiffsentertainer oder eine Truppe in Berlin, für die war das glaube ich besonders schmerzhaft weil denen haben wir gesagt es ist am besten ihr geht so hundert Prozent in Kurzarbeit keine Bühnen zu bespielen.
01:19:02: Und es war natürlich ein bisschen so in dem Thema, wie bewerten wir das?
01:19:06: Aber da haben wir ja sehr offen darüber kommuniziert und was ich mich noch erinnere ist, dass wir zeitgleich während die Notfallmaßnahmen ergriffen haben, haben wir eben immer sehr intensiv kommuniziert.
01:19:20: Wir haben einmal die Woche für alle einen Lagecall gemacht und haben gesagt, da stehen mir jetzt ... Das sind die nächsten Schritte!
01:19:26: von der Repatriierung, von Gästen und Crew.
01:19:30: Aber eben auch wie gehen wir mit Infektionsgeschehen um?
01:19:33: Wie bereiten wir die Büros vor?
01:19:34: Wir haben ja auch dann von einem Tag auf den anderen auf Mobile-Office umgestellt alle Mitarbeitenden ausgestattet.
01:19:41: Haben trotzdem für die, die gesagt haben, wir möchten aber gerne ins Büro kommen, denn die Büro so ausgestartet dass ein Social Distancing möglich war Und der Betrieb weitergehen konnte.
01:19:50: Aber im Gegensatz zu vielen anderen hatten wir alles andere als lange Weile und ich erinnere mich noch, dass eine gute Freundin mich damals mal anrühmte.
01:19:57: Ich sagte ja wieso bist du denn jetzt nicht auch mal zu Hause?
01:20:00: Es fahren doch gerade keine Schiffe!
01:20:02: Das kann doch keiner reisen.
01:20:04: Genau, also da hatten wir alles andere als lange Weile.
01:20:09: Aber es war eben auch klar, dass wir diesen für uns wirklich im schwersten Part Gäste und Kruh zurückzukriegen Und auch in Hamburg zu versuchen die Stimmung so gut wie zu erhalten und zu sagen Wir informieren euch transparent was das heißt jeder der in Kurzarbeit hilft Hilft dem Untergeht hilft hilft dem Unternehmen.
01:20:29: Einige haben mehr Last Andere haben weniger.
01:20:31: Also die im Krisenteam hatten natürlich eigentlich zum Teil wirklich überproportional viele Arbeitstunden.
01:20:38: Wir haben dann eben auch Teams von Fachbereichen, die auch nicht so wahnsinnig wie Produkt, die sonst Produkt gemacht haben, haben da eben auch im Accounting mitgeholfen und ähnliches.
01:20:50: Das haben wir ganz gut verteilt um da irgendwie gut rauszukommen.
01:20:56: Und dann ging es darum und da habe ich mich erinnert an den Call Anfang des Jahres, wo es die ersten Informationen zu Corona gab zu diesem Virus und wo ein Virologe aus den USA gesagt hat dass die Kreuzfahrt grundsätzlich ganz gut ausgestattet ist.
01:21:13: dadurch das es diese Präventionspläne an Bord gibt Ausbrüche zu verhindern kann man eigentlich damit umgehen.
01:21:20: Also das hat uns natürlich auch geholfen, dass was an Schiffsbetrieb war mit Gästen noch so drauf zu achten aber auch die Blaupause geliefert.
01:21:29: wie kannst dann weiter gehen?
01:21:30: So und dann war für
01:21:32: dich immer klar, dass es weitergeht.
01:21:34: oder gab's auch Momente wo du dachtest shit Das Geschäft
01:21:38: ist ... Nee, ich hatte nicht, ob es nur eine Naivität oder Zweckoptimismus war.
01:21:42: Nee, das hatte ich aber wirklich nicht.
01:21:44: Und es ging
01:21:44: auch nie so weit, dass der wirtschaftliche Schaden, der ja immens sein muss, an die Substanz ging, was du sagst?
01:21:51: Ich mache mir jetzt hier existenzielle Sorgen.
01:21:53: Die existenziellen Sorgen haben wir uns inso klar, die waren da, durch schnelles Reagieren und wiederum einen sehr guten Track.
01:22:05: Track record bis dahin und an sich, ein gesundes Geschäftsmodell und Assets in Form von modernen Schiffen hatte ich daran nicht den Zweifel.
01:22:14: Natürlich gab es diverse Kritiker und auch Analysten die ja gesagt haben das Thema Kreuzfahrt ist tot.
01:22:20: Das kommt auch nicht wieder.
01:22:23: Da habe ich mir gesagt, ich glaube nicht daran.
01:22:25: Ich hab aber auch in meiner vorherigen Tätigkeit immer mal wieder Krisen erlebt von wo man immer gesagt hat ein das Reiseland wird keiner mehr fahren.
01:22:36: die ist das jenes.
01:22:37: Kunden haben in der Regel oder haben in den Regeln sehr kurzes Gedächtnis und dann wenn Möglichkeiten wieder da sind wird es auch wieder angenommen.
01:22:44: wichtig ist eben nur wie kann man es sicher betreiben?
01:22:47: Und da sind sie eben so die die Mantren der Seefahrt safety fast war natürlich eines, wie kann es gehen?
01:22:55: Was sind ohne dass man wirklich ein überproportional großes Risiko eingeht.
01:23:00: Wie kann man's ermöglichen?
01:23:01: so.
01:23:01: und dann war es ja, wir haben Wissenschaftler zur Rate gezogen, Vereologen hier in Deutschland dann nach ein paar Wochen im erste Fühler ausgestreckt.
01:23:10: ich merkte dann bei den Telefonaten nicht geführte bis alle gedacht haben.
01:23:14: Hier waren alle wirklich in diesem.
01:23:16: Wir sind zu Hause und wir machen nach Möglichkeit nichts dass das etwas wahrscheinlich durch Störenrunzeln verursacht hat.
01:23:24: Auch mit den Hafenbehörden, die wir auch dafür brauchen.
01:23:27: Und dann gab es aber ja, ich weiß nicht, ob du dich erinnerst im Sommer einundzwanzig war ein deutscher Reiseziele ausgebucht.
01:23:34: Wir hatten immer noch eine weltweite Reise.
01:23:37: Ostsee war dicht, Nordsee war Dicht Bayerischer Wald war dicht und überall war's alles mit Testgeschehen und sonstigen damit man überhaupt reisen konnte.
01:23:45: Dann haben wir eben... Das ist glaube ich so die DNA der Kreuzfahrt gesagt, dann machen wir eine sogenannte blaue Reise dass wir zwar nicht anlegen können, aber wir haben ein Schiff was wir nur zur Hälfte auslasten das kommerziell erreicht.
01:24:01: wo wir eine Reiseform bieten und eben einen Urlaubsort, der sich auf dem Meer bewegt.
01:24:06: Und man kann sich auf so einem Schiff schon viel tun.
01:24:10: Da hatten wir sehr großen Zuspruch.
01:24:11: Die Kunden waren da sofort wieder da auch wenn es bedeutete die erste Zeit mit Maske überschippt zu gehen Abstand zu wahren und regelmäßig zu testen.
01:24:21: also ich weiß nicht wieviel Testungen wir tatsächlich an Bord unserer Schiffe gemacht haben.
01:24:26: Dann waren wir aber in diesem Verlauf.
01:24:28: das war dann Eigentlich schon wieder eine Bestätigung und eine Erfolgsgeschichte.
01:24:35: Und dann ging die erste Länder wieder auf, dann gingen aber auch Länder wieder zu oder Auflagen sind nochmal wieder stärker geworden und jede noch so kleine Infektion an Bord eines Schiffes... kreierte große Schlagzeilen, aber alles in allem und es gab natürlich auch einen Grund dafür weil zu Beginn der Krise dieses Kreuzfahrtschiffen in Japan so betroffen war.
01:25:00: Insofern will ich wie gesagt alles nicht kleinreden.
01:25:03: Aber da hatten wir dann auch eine gewisse Routine entwickelt und haben immer gesagt das Risiko ist nicht größer als anderswo Und wir machen das, was wir können um überhaupt Urlaub anzubieten und das in einer sicheren Form zu tun.
01:25:20: Das war dann schon ein guter Startpunkt so dass wir tatsächlich sehr schnell wieder da rausgekommen sind.
01:25:26: und neben dem kommerziellen was auch geholfen hat war es aber auch wichtig den Vertrauensbeweis zu liefern, dass ist eine Reiseform ist die eben nicht sich erledigt hat durch Corona und nicht nur für unsere Gäste, sondern auch ganz wichtig für unsere Crew.
01:25:42: Die gesagt haben schön dass wir weitermachen können.
01:25:46: Das sind ja Menschen aus vielen Ländern die an Borddienst tun für die das eine noch größere Bedeutung hat.
01:25:56: also...
01:25:57: Was waren so deine zwei wenn es zwei sind vielleicht auch ein oder drei Schlüssel-Learnings aus diesem Krisenmanagement?
01:26:04: Zeiten hast du da persönlich für dich was draus ziehen können?
01:26:08: Die Learnings, ja also das ist halt immer und sei es irgendwie alles noch so schwierig.
01:26:16: Es gibt immer einen Ausweg.
01:26:19: Also das zu sagen, man muss sich dann einmal sortieren und hinsetzen.
01:26:23: Und auch da... Das sind keine Entscheidungen die jemand alleine trifft sondern wo man eben wirklich mit allen Experten mit dem gesamten Führungsteam zusammenkommen muss und sagen kommen und sagen muss was kann gehen?
01:26:36: Jeder arbeitet in seiner Disziplin man trägt zusammen und entscheidet dann.
01:26:41: Das gilt aber meines Erachtens für alle Lagens, wird da noch mal ganz besonders wichtig.
01:26:47: Aber auch wiederum einem Krisenteam den Raum zu geben und sich nicht neutral im Hintergrund zu halten, dann zu agieren wenn man gefragt ist die Entscheidung zu treffen und eben nicht immer mit dem erhobenen Zeigefinger oder kritisch eugend da zu sitzen, dann können sie ihre Arbeit nicht machen.
01:27:07: Aber noch viel wichtiger war für mich das Thema es geht irgendwie weiter und wir müssen es finden.
01:27:17: und was ein weiteres Learning war, das kam allerdings ein bisschen später Dadurch, dass wir recht schnell – ich glaube im ersten Juli sind wir wieder losgefahren.
01:27:27: Wir haben ja die Erste Juli... ...Zwanzig-zwanzig auch natürlich unter großer Beobachtung der Öffentlichkeit.
01:27:34: Was machen sie da?
01:27:35: Geht das wirklich?
01:27:36: Es hat gut geklappt!
01:27:39: Aber ich glaube es ist auch nochmal wichtig was ich mitgenommen habe, dass man diese Energie, die auch eine Krise dann hat Weil ich glaube, wir sind ja alle auch sehr leistungsorientiert als Menschen und wenn man dann eben den Erfolg hat sagt Wir haben jetzt sicher alle zurückgebracht.
01:27:55: Und wir haben das geregelt und wir haben es wieder geschafft.
01:27:58: Das gibt auch sehr viel Energie aber nichtsdestotrotz überdeckt ist Es auch zehrend in so einer krise zu sein.
01:28:05: und was wir daraus gelernt haben das haben wir Jetzt auch angewendet dass wir für alle die in der krise involviert waren heute etwas sensibler in der Nachbereitung sind, weil einige Kolleginnen und Kollegen haben diesen Flashback.
01:28:21: Was war das eigentlich?
01:28:23: zum Teil erst viel später bekommen?
01:28:24: Als dann das Tagesgeschäft eigentlich schon wieder da war, wo man gesagt hat jetzt ist es eigentlich alles wieder gut.
01:28:29: Dann fielen die in sich zusammen.
01:28:30: also da sind wir heute aufmerksamer und eben auch zu sagen wie bei jedem guten Sport Ereignis.
01:28:37: Man kann seine Leistung nur abrufen wenn man irgendwo auch für sich um sich selber kümmert und eben dann auch zum Teil wirklich zu sagen da nochmal eine zweite, dritte Position zu schaffen um dann wirklich dieses Leistungs-Pensum auch liefern zu können.
01:28:53: Habt ihr Leute verloren die in der Zeit einfach entweder den Glauben an dieses Geschäftsmodell verloren haben?
01:29:00: Klar also wir hatten in derzeit haben wir in dem Bereich IT relativ viele verloren weil es ja auch Krisengewinner gab oder Gewinner von Corona, sprich da komplette Digitalhandel.
01:29:13: So, da sind einige Kollegen haben sich in Gratien Hamburg an die Arbeitgeber gewandt, die da eine große Nachfrage hatten.
01:29:23: Da haben wir welche verloren?
01:29:24: Wir haben auch welche verloren, die gesagt haben ist mir zu intensiv.
01:29:29: dieses Thema jeden Tag kann was sein.
01:29:31: ich möchte eher ein ruhigeres wirklich in ein ruhigeres Berufsleben Da was dazwischen, wir haben auch wahrscheinlich den einen oder anderen oder die ein oder andere Fellow an, die gesagt hat, nee.
01:29:43: Das aus wirklich emotionalen Gründen oder aus Belastungsgründen ohne dass wir das vielleicht wissen, die gekündigt haben und gesagt haben ich ziehe weiter, das ist nicht mehr meins.
01:29:55: Also klar, das bleibt nicht aus.
01:29:57: Und deswegen sind so.
01:29:58: in der Rückschau würde ich sagen war das ein Learning?
01:30:00: Da nochmal genauer hin zu gucken Wenn du mich als in meiner Rolle fragst, auf den einen oder anderen frühzeitiger zuzugehen.
01:30:09: Das betrifft dann aber wirklich so das Liederschipteam umzusagen.
01:30:14: Zieh dich mal zurück mach mal ein paar Tage Pause oder wie lange auch immer.
01:30:18: wir müssen da anders vorgehen.
01:30:20: Das war so das Learning.
01:30:21: Aber grundsätzlich habe ich einen und wenn nicht dass nicht.
01:30:26: Ich habe auch schon mal beruflich eine Situation erlebt, wo es klar war das geht jetzt nicht weiter.
01:30:30: Auch das muss man dann klarkommunizieren und transparent kommunizieren.
01:30:35: Habe ich dann auch getan.
01:30:36: in diesem Fall habe ich wirklich nicht dran geglaubt Das war lange vorher.
01:30:42: Aber das war ein Start-up, was nicht lange dauern hatte und ...
01:30:47: Also du sagst Transparenzklarheit?
01:30:49: Nicht irgendwas vormachen ist
01:30:50: super wichtig.
01:30:52: Wir haben nicht allen Kolleginnen und Kollegen erzählt alles wird gut.
01:30:56: Dann haben wir gesagt ihr müsst einen Beitrag leisten und das ist Kurzarbeit Und das war natürlich auch verändern.
01:31:02: Das hat sich in der ersten Woche, wo man gedacht hat, ich erinnere mich nur an die ersten Calls und wie gesagt haben wir die Projektion.
01:31:10: Es dauert vielleicht sechs Wochen.
01:31:13: Das hätten wir sehr leicht selbst kompensiert.
01:31:17: Und dann waren es aber eben am Ende Monate mit diesem Impact und insofern haben sich die Botschaften auch verändert.
01:31:25: Aber wir haben immer so kommuniziert für den Stand, den wir da hatten und haben versucht das wirklich sehr transparent rüberzubringen und nichts schön zu reden und auch nichts buntzumahlen sondern wirklich da.
01:31:39: Klar gesprochen, aber auch durchaus den eigenen Optimismus und die Zuversicht.
01:31:45: Die ich hatte, die fast alle bei uns im Führungsteam hatten, auch tatsächlich zu vermitteln.
01:31:50: Wie lange habt ihr gebraucht, den wirtschaftlichen Schaden wieder reinzuholen?
01:31:54: Um- und bei zweieinhalb Jahren.
01:31:56: Ja, kann ich mir vorstellen.
01:31:59: War der dann alle froh und glücklich als es geschafft worden ist?
01:32:04: Wir haben eure Shareholder, also ihr seid ja ein schön Mensch aus den besagten beiden Unternehmen.
01:32:09: Waren die sich einig?
01:32:10: Waren sie sich sicher das geht oder gab es da
01:32:12: auch... Die waren ja sehr unterschiedlich betroffen.
01:32:14: Royal Caribbean eben als Kreuzfahrtunternehmen genauso.
01:32:19: Die haben wiederum einen komplett anderen Weg gewählt.
01:32:22: Also wir haben auch einen Förderkredit der Grafie sehr schnell bekommen.
01:32:26: Das hat auch geholfen als TweetCruises GmbH.
01:32:30: Diese Mittel hat Royal Caribbean zum Beispiel nicht für sich gesehen, die haben sich noch höher verschuldet und gesagt wir Liquidität ist das was zählt.
01:32:42: Und dann bauen wir selber wieder auf um eben auch unabhängig zu agieren.
01:32:46: Tui hat da als deutsches ja in Deutschland basiertes Unternehmen Bayer genauso betroffen wie wir und hatte wiederum andere Herausforderungen.
01:32:55: aber in sofern waren sie sich einig dass sie natürlich die dass wir die Maßnahmen abgestimmt haben gesagt haben Wir fahren runter, das sind unsere erste Stop-The Bleeding und dann irgendwann baut man wieder auf.
01:33:11: Das passiert alles in Abstimmung, das ist wie gesagt keine Einzelentscheidung sondern das passiert gemeinsam.
01:33:18: Und dann waren sie auch sich einig als wir gesagt haben, wir würden durchaus den Versuch unternehmen wieder loszufahren und es hat ein bisschen gedauert.
01:33:28: da waren die Wahrnehmungen anders von der TUI, weil sie auch hier in Deutschland waren und kein großes Infektionsgeschehen war.
01:33:36: Und aus den USA kam dann nochmal so der Hinweis, naja, veräuern Markt-Markt das Geld?
01:33:41: Aber wenn das jetzt nicht funktioniert, ist der Impact für die gesamte Kreuzfahrt noch mal wieder größer.
01:33:47: aber am Ende haben Sie es mitgetragen Und jeder hat auf seine Weise dann die Krise verdaut.
01:33:54: Der Kreuzfahrt hat es geholfen, dass die Nachfrage auch tatsächlich noch mal nach dieser organisierten – das ist ja mit einer der organisiertesten Reiseformen, die es so gibt – hat auch nochmal geholft und ist aus meiner Sicht heute noch einer der Wachstumstreiber.
01:34:10: weil man sich wirklich zurücklehnen kann.
01:34:12: Und die ersten zwei Jahre nach Corona war ja auch Reisen tatsächlich mühsamer, weil noch nichts wieder so richtig funktioniert hat und insofern haben glaube ich auch aus den ersten beiden Jahren viele Kunden gesagt, ich möchte das gerne alles in eine Hand geben also so die gute alte Pauschalreise davon profitiert.
01:34:31: tu ihr jetzt auch wieder dass es da so ne Art Rückbesinnung gibt und sagt Ich buch das einmal Interesse an der Eigenorganisation.
01:34:40: Und dann passiert er genau das Gegenteil,
01:34:42: d.h.,
01:34:42: nach Corona dieses massive Wachstum?
01:34:46: Ja gut, das wussten wir ja!
01:34:47: Das
01:34:48: wussten wehrtas waren zum Teil natürlich insoweit tatsächlich fragen was macht man?
01:34:56: und man agiert immer entsprechend dem was die Situation gerade erfordern.
01:35:01: natürlich wir hatten diese Schiffe bestellt Wir hatten während der Pandemie einen Schiff in Finnland noch bestellt bei der Meierwerft und wir hatten zwei Schiffe in Italien bestellt, wo ein ganzes Team dabei war diese Schiffe tatsächlich zu gestalten und zu planen usw.
01:35:20: Und da haben wir natürlich auch geschaut und gesagt okay vielleicht müssen wir dies und jenes nochmal überdenken haben zum Beispiel in der Phase die Krankenhäuser die Hospitale an Bord anders geplant und haben nochmal mehr auf Infektionsgeschehen geachtet.
01:35:35: Wir haben aber auch gesagt, was ist ein Plan B könnte sein wenn wir weniger Baukosten zur Verfügung haben?
01:35:41: Wo würden wir Kompromisse machen?
01:35:43: Und eben das mussten wir nachher nicht tun!
01:35:45: Aber auch die Übungen haben wir einmal gemacht und wir haben in der Phase entschieden, wir hätten in zwei weitere Optionen gehabt für Italien geholt haben, die wir zudem Zeitpunkt nicht ausgeführt haben.
01:36:03: Weil wir da die... Die einundzwanzig hätten wir schon entscheiden müssen, sorry, einund zwanzig weil wir da noch mitten in der Krise waren.
01:36:10: also da dann zu sagen Wir bestellen jetzt noch weiter wo die Bilanz eben noch vom Stillstand belastet war.
01:36:15: das ist auch nicht passiert.
01:36:17: so Hätten wir sie zum damaligen Preis Bestellt wäre es schön gewesen und es konnte... War damals einfach nicht möglich muss man so hin dem Punkt?
01:36:24: Und insofern ist es natürlich einer als eine dass situative Reagien aber die Planung, die wir haben und auch unsere Strategie zusammen.
01:36:32: Wir wollen die moderne Kreuzfahrt mit europäischer DNA betreiben und das so nachhaltig wie möglich.
01:36:40: die steht und alles was wir in den vielen Einzelbereichen, die das ganze Bild dann zusammenfügen tun können.
01:36:48: dass ist das woran wir arbeiten müssen.
01:36:52: Dann jetzt die Iran-Krise.
01:36:55: Zwei Schiffe von euch da festgesteckt.
01:36:57: Was hat das mit dir selber gemacht?
01:36:59: Ich glaube irgendwie neben der Mein Schiff vier ist er eine Rakete mal eingeschlagen oder...
01:37:05: Nee, das nicht!
01:37:06: Aber so viel zu dir.
01:37:08: also das ist erfreulicherweise nicht.
01:37:10: aber das sind dann eben Nachrichten die dies in die Welt schaffen Nicht immer, nicht immer tatsächlich so waren.
01:37:18: Aber ja was hat das gemacht?
01:37:21: Wir haben uns auch damit intensiv auseinandergesetzt.
01:37:24: Wir hatten zwei Schiffe da weil wir auch eine Werft in Dubai genutzt haben und insofern war das alles für den Januar geplant.
01:37:33: Dubai, die Emirate Katar eine wahnsinnig beliebte Destination im Winter sind.
01:37:39: Gutes Wetter, gute Erreichbarkeit sicher und von daher waren wir ... haben die Buchungszahlen für sich gesprochen.
01:37:47: das war alles sehr, sehr in Ordnung.
01:37:49: Wir haben immer trotzdem August, twenty-fünf an regelmäßig Assessments gemacht mit den Abteilungen von Royal Caribbean und auch Metui.
01:37:59: Können wir dort hinfahren?
01:38:00: Ist es sicher?
01:38:01: Gibt es Anzeichen bei das andere Marktteilnehmer gehabt die sich dagegen entschieden haben?
01:38:06: Es gab ja durchaus die Kritik so nach dem Motto ihr hättet das wissen müssen.
01:38:10: Ja
01:38:10: in der Rückschau ist das immer sehr einfach.
01:38:15: Es ist jetzt nicht so, dass wir gar nicht dran gedacht haben.
01:38:18: Sondern wie gesagt, wir haben es gemonitort.
01:38:21: Wir haben das Risiko regelmäßig abgewogen und wir haben im Januar einmal kurz davor gestanden und haben gesagt, gehen wir jetzt raus?
01:38:32: ist das angezeigt, da gab es von allen uns zur Verfügung stehenden Quellen inklusive des Auswärtigen Amts eigentlich die Aussage dass wird jetzt nicht passieren.
01:38:42: Es ist nicht auszuschließen dass es diesen Angriff gibt aber man hat mit dem nicht gerechnet.
01:38:47: vor Ende März Anfang April dann wären unsere Schiffe schon draußen gewesen Und dieses Ausmaß hat glaube ich tatsächlich niemand erahnt.
01:38:57: Also wenn wir es erahnd hätten, dann wären wir sofort rausgefahren und es gab auch keinerlei Reisewarnung – das sind wir aber sowieso mit allen Behörden im Austausch und ich glaub zwei Tage bevor der Angriff stattfand war.
01:39:13: Auch noch eine große Delegation der Bundesregierung in Abu.
01:39:16: Dhabi.
01:39:17: Und auch da kam nochmal die Rückmeldung, da wird jetzt nichts passieren und zu dem Zeitpunkt waren zwanzigtausend Deutsche in der Region.
01:39:25: Die Urlaub, zwanzigtausende deutsche Urlauber und davon fünf tausend auf unseren Schiffen.
01:39:30: Ja das war ein Samstagmorgen als ich dann aufwachte und die Nachricht bekam.
01:39:38: Jetzt ist es doch passiert Und auch da war es noch nicht absehbar, welches Ausmaß hat das.
01:39:44: Sind das jetzt ein paar Stunden?
01:39:45: Sind das ein paar Tage?
01:39:47: Auch das ist so eine Krise die sich dann nach und nach entwickelt.
01:39:51: Ich hätte es gerne allen erspart sowohl unseren Gästen unserer Crewen und auch dem Team hier in Hamburg.
01:39:58: aber auch damit sind wir wieder gut umgegangen und wiederum dieses sehr intensive Training wenn man so will aus der Pandemie hat sicherlich auch geholfen dass wir gesagt haben als allererstes die Gäste zurückzufliegen, wenn es möglich ist und dann waren ja die Lufträume geschlossen.
01:40:17: Dann haben wir Passagiere eben über den Umaren ausgeflogen und sonstiges.
01:40:21: also wir waren auch da sehr schnell.
01:40:23: das hat funktioniert.
01:40:25: aber es war noch mal eine andere Bedrohungslage weil man in einem Gebiet ist wo plötzlich über den Hefen Drohnen fliegen und wo es zu Angriffen kommt.
01:40:38: Wir haben auch mit den Behörden vor Ort einen intensiven Austausch gehabt, die eben gesagt haben ein Schiff bleibt in Abu Dhabi liegen.
01:40:45: Eins in Doha wir bleiben an der Pier.
01:40:48: neben uns waren ja noch ein paar andere Kreuzfahrtgesellschaften dafür die galt dasselbe und ihm gesagt hat in diesen sensiblen Bereichen ist diese sind gut geschützt.
01:40:59: ich glaube was für alle eine Belastung war das man eben dieses Geräusch der Drohnen überall gehört hat Und natürlich gab es auch damit jeder anders umgegangen.
01:41:09: und dann als die meisten Passagiere weg oder die Passagieren weg waren, und auch ein Großteil der Crew.
01:41:15: Da haben wir dann gesagt wie welche Möglichkeiten haben wir da wieder rauszukommen?
01:41:19: Und haben immer wieder über alle Wege die uns da zur Verfügung stehen, dass das angefragt inklusive eines Versuchs, den wir bei der AMO gemacht haben.
01:41:29: Denn für Passagierschiffe war die Strait of Hormus nicht gesperrt.
01:41:35: Wir wollten aber jetzt auch nicht den Versuch machen und sagen, wir probieren mal ob wir da durchkommen.
01:41:40: Wir haben auch keinerlei Gelder an irgendwem gezahlt um zu sagen, dass wir sicheres Geleit kriegen sondern haben dann eben wieder mit allen involvierten Fachbereichen aus den Sicherheitsabteilungen von Royal und auch von Tui, sowie mit den Ämtern.
01:41:56: Aber auch mit der Bundeswehr, mit der US Navy dann immer wieder den Austausch gesucht und haben dann gesagt wir gehen gemeinsam all die Kreuzfahrer in dieser Waffenstillstand-Phase gehen wir raus.
01:42:09: Das war im Mitte April klar?
01:42:10: Ja das
01:42:11: war im Ende April.
01:42:11: und gehen wir heraus und fahren im Konvol raus melden das an und sind dann gefahren aber es ist keine Das ist keine Drohne oder ähnliches.
01:42:21: Wir sind nicht beschossen worden, also dem ist es nicht so und nein.
01:42:24: Aber das waren innervierende Zeiten.
01:42:28: So zum Abschluss mal noch die Frage an dich Wiebke du machst das jetzt sozusagen im Vergleich zu den Geschäftsführung-Vorständen, die ich aus anderen Unternehmen kenne auch hier habe schon relativ lange.
01:42:40: macht ihr das noch Spaß?
01:42:44: Also was verbindest Du noch mit dem Job oder sagst du Gerade auch mit diesen Krisen und dem Wachstumsmanagement.
01:42:50: Eigentlich habe ich jetzt alle Weichen gestellt, das ist alles geregelt.
01:42:53: so.
01:42:55: wie guckst du da so ganz persönlich noch drauf?
01:42:58: Es macht immer noch Riesenspaß es hat sich total verändert?
01:43:01: gar keine Frage.
01:43:02: also.
01:43:02: es ist jetzt eher während als ich kam.
01:43:06: wie gesagt hatten wir drei Schiffe vierte kam dann bald Und dann waren das eben unterschiedliche Phasen und somit war das ganz unterschiedlich.
01:43:16: Ja, ich würde fast sagen unterschiedliche Arbeitsabläufe oder Arbeitsfelder.
01:43:20: Tätigkeitsfelder und insofern gibt es immer neue Herausforderungen.
01:43:25: aber letztendlich gibt so zwei große Motivationsthemen für mich und das ist begeisterte Urlauber zu sehen sozusagen wirklich dieses Thema Urlaub all das was da drin steckt von Kulturaustausch bis sonstigen oder Leuten einfach eine gute Zeit zu bereiten.
01:43:42: Das ist dass was mich weiterhin sehr antreibt.
01:43:47: und da gibt es immer noch, die Welt ist noch groß.
01:43:50: Da gibt's noch viel zu entdecken und auch noch zu entwickeln.
01:43:53: Und das zweite Thema ist natürlich toll wenn ein Unternehmen oder eine Reiseform wachsen kann mit allen Bros und Kons.
01:44:03: Überall wo Licht ist, ist auch Schatten.
01:44:05: Auch das muss man irgendwie... nutzen, aber oder auch damit muss man umgehen.
01:44:10: Aber ich finde das eben immer noch hochspannend, auch wenn es ein heute ganz anderes Arbeiten ist als bei tausend vierzehn.
01:44:17: Ich bin ganz herzlichen Dank dass du da warst.
01:44:19: Tolle Insights an die Zuhörer gerne Feedback Anregungen, wen wir sonst bei Deepak noch begrüßen lassen sollen.
01:44:28: Vielen vielen dank!
01:44:29: Sehr gerne!
01:44:34: Dieser Podcast wird produziert von Pottstars by OMR.
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